Handballer von Mettmann-Sport verlieren in Königsdorf

Handball : Oberligist ME-Sport unterliegt im Verfolgerduell

Die Mettmanner machen in der zweiten Halbzeit einen Sieben-Tore-Rückstand wett. Zum Punktgewinn reicht es aber nicht.

DJK Adler Königshof – Mettmann-Sport  34:32 (14:10). Trotz vieler Tore und noch mehr Wurfchancen reichte es für die Handballer von ME-Sport nicht zum Sieg. Im Oberliga-Spitzenspiel bei der DJK Adler Königshof musste sich die Truppe von Jürgen Tiedermann knapp geschlagen geben. „Wenn man die gesamte Spielzeit betrachtet, geht die Niederlage leider in Ordnung und ist verdient“, waren sich Tiedermann und sein Co-Trainer Andre Loschinski nach Spielende einig.

Dabei starteten die Gäste gut in die Partie. Die Abwehr agierte sicher und das von den Trainern im Vorfeld geforderte Tempospiel über die schnellen Außen wurde zielstrebig ausgespielt. Nach dem 7:7 (17.) durch Lennard Maesch kam jedoch ein Bruch in die Mettmanner Angriffsbemühungen. „Der Druck hat gefehlt“, sah Tiedermann, wie sein Team immer wieder in das gebundene Angriffsspiel musste und dabei zu wenig Torgefahr ausstrahlte. „Das Tempo auf den Ball hat gefehlt. Wir mussten viel für unsere Torchancen investieren. Dazu zeigte der Krefelder Keeper eine überragende Leistung“, fügte Loschinski hinzu. Mit einem Vier-Tore-Rückstand gingen die Mettmanner letztlich in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Hausherren ihre stärkste Phase. Die Königshofer setzten sich rasch auf 24:17 (41.) ab. Die Partie schien entschieden. Besonders der erfahren Kreisläufer Sebastian Bartmann stellte die ME-Sport-Defensive vor teilweise unlösbare Aufgaben. Er wurde immer wieder stark in Szene gesetzt, traf selbst oder war nur durch siebenmeterwürdige Fouls zu stoppen. Die Mettmanner reagierten, stellten immer wieder die Abwehr um und agierten fortan über eine offensive 3:2:1-Variante.

  „Es war eine Energieleistung. Die Jungs haben ihr Kämpferherz ausgepackt“, sagte Tiedermann, als sich seine Mannschaft in einer verloren geglaubten Partie wieder herankämpfte. Angetrieben von dem abermals stark aufspielenden Kreisläufer Sören Falkenberg sowie dem wurfgewaltigen Lukas Klein im linken Rückraum verkürzte  ME-Sport kurz vor dem Ende auf 32:33. Mehr als Ergebniskosmetik war allerdings nicht mehr möglich. „Fehlwürfe, Hektik und zu viele technische Fehler sind die Gründe für die Niederlage“, fand Loschinski klare Worte. Auf ihn und Tiedermann wartet weiterhin viel Arbeit. „Wir sind noch keine Spitzenmannschaft und müssen uns jeden Punkt erkämpften. Daran werden wir in der kommenden Trainingswoche hart arbeiten“, sagte der Co-Trainer. Durch die Niederlage rutschten die Mettmanner vorerst aus dem Verfolgerfeld und stehen  jetzt auf Platz vier.

ME-Sport: Hüttel, Sippli – d’Avoine (6/2), Falkenberg (5), Fuhrmann (1), Hebel (2/1), Horn, Klein (7), Königs (1), Maesch (2), Mandlik (1), Pusch, Wittenberg (6).

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