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Handball: Handball: Wülfrather Teams siegen weiter

Handball : Handball: Wülfrather Teams siegen weiter

Die Erstvertretung des TBW untermauert in der Verbandsliga-Gruppe eins ihre Spitzenposition. In der Parallelgruppe klettert die Zweite auf den vierten Platz, während die Unitas die nächste Niederlage kassiert.

TB Wülfrath - TSV Bocholt (Frauen) 36:12 (14:5). Auch gegen den völlig überforderten Verbandsliga-Vorletzten TSV Bocholt setzte Spitzenreiter TB Wülfrath seine Erfolgsserie fort - der Sieg war auch in der Höhe verdient. Lars Faßbender war daher hochzufrieden mit seiner Mannschaft. "Die Mädels haben diesmal auch sehr gut gespielt und den Zuschauern viele schön erarbeitete Tore und tolle Aktionen gezeigt. Das war richtig gut anzusehen", stellte der TBW-Trainer fest. Ein Sonderlob bekam Vega Bierwolf aus der Wülfrather B-Jugend, die gerade erst das 16. Lebensjahr vollendete, und den dezimierten Kader der ersten Mannschaft ergänzte - erstmals erzielte sie im Frauen-Team auch ein Tor.

TB Wülfrath II - Niederbergischer HC (Frauen) 32: 24 (17:12). Auch im Verbandsliga-Derby behielt die Wülfrather Zweitvertretung die Oberhand und kletterte mit nunmehr 18:12 Punkten auf den vierten Tabellenplatz. Bis zum 7:7 nach 13 Minuten blieb die Partie ausgeglichen, dann setzten sich die Gastgeberinnen erstmals ab (10:7) und bauten den Vorsprung bis zur Pause auf 17:12 aus. Nach dem Wechsel zogen die TBW-Handballerinnen sogar bis auf 22:14 (42.) davon. Einige Konzentrationsfehler der Wülfratherinnen ließen die Gäste noch einmal zum 22:25 (49.) aufschließen, ehe dann ein Schlussspurt zum letztlich klaren 32:24-Heimsieg den verdienten Erfolg sicherte.

Neusser HV II - SG Unitas Haan/Hildener AT (Frauen) 25:20 (12:6). Völlig neben den Schuhen stehen derzeit die Unitas-Handballerinnen. Beim abgeschlagenen Schlusslicht Neuss kassierten die Haanerinnen die dritte Niederlage in Folge. Allerdings hatten die Gäste auch arge personelle Probleme: In Neuss schickte das Haaner Trainergespann Rudi Lichius/Cordula Schwirblatt das "letzte Aufgebot" auf das Parkett, denn die Grippewelle schlug gnadenlos zu. Außerdem standen Nikola Blume und Jessica Bolz aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung. Mit Cathi Clodt und Sabine Olbertz erklärten sich zwei ehemalige Spielerinnen bereit, zumindest auf der Bank Platz zu nehmen. Die 50jährige Olbertz hat allerdings seit Jahren nicht mehr gespielt. Da muss man sich im Lager der Unitas fragen, ob die Kaderplanung vor der Saison den eigenen Ansprüchen genügt. Denn mittelfristig peilt der Klub mit der Frauenmannschaft den Aufstieg in die Oberliga an.

Nicht gut auf den Handball-Verband zu sprechen ist Rudi Lichius. Der Verband hatte trotz Einverständnis der Gastgeberinnen einer Verlegung des Spieles nicht zugestimmt. "Das kann ich absolut nicht nachvollziehen. Der Schutz der Spielerinnen sollte an erster Stelle stehen. Wenn wegen zahlreicher Krankheitsfälle normalerweise nicht angetreten werden kann, sollte der Verband doch im Sinne des betroffenen Vereins entscheiden", erklärte der Unitas-Trainer.

Neuss lag schnell mit 4:1 vorn und baute die Führung bis zur Halbzeit auf 12:6 aus. Rudi Lichius und Cordula Schwirblatt stellten das Team taktisch um. Dies wirkte sich zumindest zwischenzeitlich positiv aus. Die Haanerinnen starteten eine Aufholjagd und kamen bis auf 20:22 heran. In der Schlussphase setzten sich die Gastgeberinnen aber erneut auf fünf Tore ab.

(RP)