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Handball-Regionalliga: HSG Adler Haan liefert beherzten Kampf

Handball : HSG Adler Haan liefert beherzten Kampf

Eine starke Abwehr reicht den Handballerinnen aber nicht, um in der Regionalliga den Tabellennachbarn HC Weiden 2018 zu besiegen. Die Mannschaft von Andre Wernicke scheitert letztlich an der schwachen Chancenverwertung.

HSG Adler Haan – HC Weiden (Frauen) 20:23 (12:12). Die Adler schaffen es nicht, in eigener Halle den bisherigen Tabellenachten Weiden auf Distanz zu halten und sich mehr Luft zur Abstiegszone zu verschaffen. Eine Halbzeit lang liefern die Haanerinnen eine ausgeglichene Partie, nach dem Seitenwechsel neigt sich die Waagschale allmählich zu Gunsten der Gäste.

Schon vor dem Anpfiff wollte Weiden offensichtlich den ersten Nadelstich setzen und legte Einspruch gegen das in der Halle an der Adlerstraße herrschende Haftmittelverbot ein. Der dürfte jedoch verpuffen, da die HSG eine Genehmigung seitens des Verbandes hat. Auch sportlich hielten die Haaner Handballerinnen dagegen, erarbeiteten sich schnell eine 5:1-Führung (7.), die sie kurz danach sogar auf 7:2 (10.) ausbauten. Gäste-Trainer Andreas Havenith nahm seine erste Auszeit und stellte von einer 3:2:1-Deckung auf eine kompakte 6:0-Formation um.

Dennoch hatte der klare Vorsprung der Haanerinnen bis zum 8:4 (15.) Bestand, dann aber holte Weiden nach und nach auf. Auch, weil sich die Adler nicht mehr so viele Möglichkeiten erarbeiteten. Zumindest schaffte es Svenja Hoge, am Kreis einige Siebenmeter herauszuholen. Die HSG versuchte, mehr über die Außen zum Erfolg zu kommen. So erzielte Nina Harscheid zwar sechs Treffer, ließ jedoch auch viele Chancen liegen. Svenja Hoge markierte mit dem 12:11 (28.) die letzte Führung der HSG in der ersten Halbzeit. Kurz danach glich Weiden zum 12:12-Pausenstand aus.

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Nach dem Seitenwechsel übernahm Weiden mit 14:13 das Kommando und setzte sich zunächst auf 16:13 (34.) ab. Die Haanerinnen kämpften weiter, wechselten zwischenzeitlich auf eine 5:1-Abwehr. Nina Harscheid glich zum 17:17 (41.) aus und legte 25 Sekunden später das 18:17 nach – die Adler waren wieder im Spiel. Doch die offensive Deckung eröffnete den Gästen Räume, die sie zur erneuten Führung nutzten. HSG-Coach Andre Wernicke stellte wieder auf eine kompakte 6:0-Deckung um, die zudem mit Torfrau Silja Kasper einen sicheren Rückhalt hatte. Nadine Hölterhoff verkürzte per Siebenmeter auf 19:20 (47.), scheiterte aber mit den nächsten Strafwurf. Auf der anderen Seite erhöhte Weiden auf 21:19 (52.).

Nina Harscheid brachte die Adler wieder auf 20:21 (55.) heran. Und als Weiden wegen einer Zeitstrafe für Anna Pirillo in Unterzahl geriet, schien der Weg zum Sieg geebnet. „Das darf einfach nicht passieren, dass wir daraus kein Kapital schlagen“, beklagte Wernicke später die mangelnde Konsequenz seiner Mannschaft in der entscheidenden Phase der Begegnung. Besser machten es die Gäste, die am Ende im Minutentakt noch die beiden Tore zum 23:20 nachlegten.

„Diese Niederlage tut mir persönlich sehr weh“, bekannte Andre Wernicke. Der HSG-Coach ergänzte: „20 Tore sind einfach zu wenig. Wir hatten 16 freie Möglichkeiten, hätten 30 Tore werfen können. Jetzt aber stehen wir ohne Punkt da.“ Am Samstag hängen die Trauben beim Zweiten TD Lank wesentlich höher.