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Handball-Regionalliga: HSG Adler Haan geht am Ende die Luft aus

Handball : Der HSG Adler Haan geht am Ende die Luft aus

Die Haaner Handballerinnen treten nur mit einer Rumpftruppe zum Regionalliga-Duell beim TSV Bonn rrh. an. Eine Halbzeit lang haben sie den Kontrahenten im Griff, dann schwinden ihnen zusehends die Kräfte.

TSV Bonn rrh. – HSG Adler Haan 29:20 (11:14). Am Ende mussten die HSG-Handballerinnen kräftemäßig ihrem dezimierten Kader Tribut zollen. Krankheits- und verletzungsbedingt standen Andre Wernicke nur acht Feldspielerinnen und eine Torhüterin zur Verfügung – zu wenig, um in den letzten 20 Minuten den Gastgeberinnen entscheidend Gegenwehr zu leisten. „Am Ende ist der Bonner Sieg zu hoch ausgefallen“, stellte der HSG-Trainer bedauernd fest.

Dabei legten die Haanerinnen, die sich gut auf den Kontrahenten vorbereitet hatten, einen soliden Start hin. Lara Terhardt brachte die HSG mit 1:0 in Front, Nadine Hölterhoff (2) legte die Treffer zum 3:1 (8.) nach. Bis zum 4:4 blieb die Begegnung ausgeglichen, dann setzten sich die Gäste kontinuierlich auf 7:4 (13.) ab. Mit der letzten Aktion vor dem Pausenpfiff verwandelte Lara Terhardt einen Freiwurf direkt zur 14:11-Halbzeitführung.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit forcierten die Bonnerinnen den Druck, arbeiteten in der Abwehr körperbetonter und glichen mit drei Toren hintereinander innerhalb von vier Minuten zum 14:14 aus. Nach einer Zeitstrafe für Katrin Müller verwertete Paula Ohm in Überzahl einen Siebenmeter zum 15:14 (36.) – die erste Führung der Gastgeberinnen überhaupt in dieser Partie.

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In der Folge kamen die Haanerinnen gegen die konsequente TSV-Deckung nur selten zum Torwurf und vergaben dann noch etliche ihrer Chancen. Nach einer Auszeit von Andre Wernicke verkürzte Nadine Hölterhoff auf 17:18 (42.). Der Anschlusstreffer erwies sich jedoch als Strohfeuer, denn innerhalb der nächsten sechs Minuten zog Bonn auf 24:17 davon.

Wernicke nahm die nächste Auszeit – und danach war Nadine Hölterhoff erneut erfolgreich (24:18), doch die Partie war längst entschieden. Die Gastgeberinnen konterten mit vier Toren in Folge zum 28:18 (54.). Josephine Weller, mit sieben Toren beste Werferin im Adler-Team, setzte mit dem 20:29 den Schlusspunkt unter die dritte Niederlage ihrer Mannschaft. „Wir hatten zu wenig Bewegung im Angriff und haben es nicht geschafft, Lücken in die Bonner Abwehr zu reißen“, analysierte Andre Wernicke. Und hofft nun, im nächsten Heimspiel am Sonntag (17 Uhr) gegen den Tabellenachten HC Weiden wieder auf eine volle Bank zurückgreifen zu können.

Eine Woche später folgt die Partie beim Spitzenreiter TD Lank. Vor der Weihnachtspause gibt auch noch der Tabellenvierte HC Gelpe/Strombach seine Visitenkarte in der Halle an der Adlerstraße. Beide Aufgaben können die Adler wohl nur in Top-Form und Bestbesetzung lösen.