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Handball-Oberliga: Unitas Haan visiert ersten Auswärtserfolg an

Handball : Unitas Haan visiert ersten Auswärtserfolg an

Die Haaner Oberliga-Handballer treten mit breiter Brust in Oppum an. Dort wollen sie an die gute Leistung von ihrem ersten Heimspiel anknüpfen und mit Spaß an der Teamarbeit die Basis für die nächsten beiden Punkte legen.

TV Oppum – DJK Unitas Haan. Der Haaner 41:29-Kantersieg gleich zum Meisterschaftsauftakt über die DJK Adler Königshof machte Geschmack auf mehr, zumal die Unitas damit gleich auf den Oberliga-Gipfel kletterte. Die Stimmung war also prächtig in der Mannschaft von Ronny Lasch, doch auch die Fans verließen mit glänzenden Augen die Halle an der Adlerstraße. Nun will der Spitzenreiter – „eine Momentaufnahme“, wie Lasch betont – auch im ersten Auswärtsspiel überzeugen. Dabei kann der Chefcoach auf einen weiterhin gut gefüllten Kader bauen. „Wir haben sogar noch einen Feldspieler mehr, da Hendrik Kinscheck aus dem Urlaub zurück ist“, berichtet er.

In der ersten Übungseinheit dieser Woche gab’s für die Unitas-Handballer zunächst eine Belohnung für die glänzende Heimvorstellung. „Die Jungs hatten sich eine halbe Stunde Fußball verdient“, sagt Lasch. Am Mittwoch jedoch lag das Augenmerk ganz auf der Vorbereitung für den nächsten Gegner. Und im Abschlusstraining am Donnerstag standen taktische Varianten auf dem Programm. „Wir wollen mal überlegen, wie wir Oppum überraschen können“, kündigt Lasch an.

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Während das Unitas-Team mit dem klaren Auftakterfolg Selbstbewusstsein tankte und zugleich den Erfolgsdruck verringerte, zog der TV Oppum beim VfB Homberg knapp mit 19:21 den Kürzeren. Dabei lag die Mannschaft von Ljubomir Cutura zur Pause mit 11:8 vorne, hielt auch bei der 14:11-Führung (39.) noch alle Trümpfe in der Hand. Dann allerdings drehten die Homberger innerhalb von fünf Minuten die Partie und übernahmen mit 15:14 (43.) das Kommando. Fortan liefen die Oppumer der Musik hinterher.

Von einer Favoritenrolle angesichts der nackten Zahlen mag Ronny Lasch aber nichts wissen. „Ob wir Favorit sind oder nicht, das ist mir egal. Erst in der Herbstferienpause wird sich zeigen, wer wohin geht“, betont der Unitas-Coach. Zugleich verweist er auf die späte Anwurfzeit um 20 Uhr in der Halle an der Scharfstraße 14 in Krefeld. „Das ist auch nicht die handballfreundlichste Zeit“, stellt er fest. Gleichwohl formuliert er ein klares Ziel: „Wir nehmen die Aufgabe sehr ernst, wollen den guten Auftritt vom Auftakt wiederholen. Zugleich können wir etwas entspannter in die Partie gehen. Wir müssen nicht gewinnen, sondern die Last liegt eher auf der Oppumer Seite.“

Weil etliche Akteure den Klub verließen, müssen die Krefelder in dieser Saison einen größeren Umbruch meistern. „Der hätte in den nächsten Jahren ohnehin angestanden“, sagte Manager Frederick Küsters, der auf junge und charakterstarke Spieler setzt. „Wir wollen, dass unsere Mannschaft auf dem Feld nicht nur Handball spielt, sondern auch arbeitet“, kündigte der Sportliche Leiter an. In der ersten Saisonbegegnung scheiterte das Team letztlich an seiner Abschlusschwäche in der zweiten Halbzeit – und will nun das erste Heimspiel sicher effektiver gestalten. In jedem Fall können sich die Zuschauer wohl auf einen offenen Schlagabtausch freuen. Denn die Unitas will auch im ersten Auswärtsauftritt gleich eine Duftmarke setzen – weil der Spaß der Mannschaft am Handball wieder groß ist.