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Handball-Oberliga: Unitas Haan richtet den Blick nach vorne

Handball : Unitas Haan richtet den Blick nach vorne

Nach der Niederlage in der Nachholbegegnung beim TV Geistenbeck wollen die Haaner Handballer am Sonntag im reizvollen Oberliga-Duell gegen den TSV Aufderhöhe wieder auf ganzer Linie überzeugen – und Rang drei verteidigen.

TV Geistenbeck – DJK Unitas Haan 31:24 (15:11). Voller Zuversicht und mit viel Spiellust gingen die Unitas-Handballer das erste Meisterschaftsspiel im neuen Jahr an. Letztlich aber war Geistenbeck für die Unitas-Handballer trotz Bestbesetzung keine Reise wert, denn nach einem schwachen Auftritt kassierten sie die dritte Niederlage in dieser Saison. „Irgendwann musste ja so ein Spiel kommen“, nimmt Ronny Lasch den Misserfolg gelassen hin. Der Chefcoach stellt fest: „Die Niederlagen gegen Mönchengladbach und den Bergischen HC kamen nicht unerwartet, das sind aber auch ganz andere Kaliber. Jetzt haben wir gegen eine gleichwertige Mannschaft verloren, weil wir nicht das abrufen konnten, was für einen Sieg notwendig ist.“ Dabei nimmt sich das Trainergespann aus der Kritik nicht heraus. „Die Niederlage war verdient, weil wir schlecht waren. Wir waren komplett als Team inklusive der Trainer nur bei 80 Prozent und haben es nicht geschafft, hundert Prozent aufs Feld zu bringen.“

Dabei hielten die Haaner allen Unzulänglichkeiten zum Trotz die Begegnung bis zur 45. Minute offen. Nach einer Viertelstunde führte die Unitas durch zwei Treffer von Marcel Billen sogar mit 9:7. Dann folgten allerdings zehn schwache Minuten, in denen sich die Hausherren auf 13:9 (26.) absetzten. Es war jene Phase, in der die Haaner begannen, sich immer öfter am Schiedsrichtergespann zu reiben. „Das ganze Jahr haben wir es uns verkniffen, bei Fehlern die Schuld bei anderen zu suchen. Das ist dann eine Abwärtsspirale, die man nicht mehr gebremst bekommt“, kommentiert Lasch die verbalen Scharmützel, die sich letztlich auch in einem Ungleichgewicht bei Zeitstrafen und Siebenmeterentscheidungen niederschlugen.

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Zur Pause führten die Geistenbecker mit 15:11, den Sieg in der Tasche hatten sie da aber noch nicht. Die Unitas verkürzte auf 15:17 (38.), konnte dann aufgrund einer Zeitstrafe für Ole Völker jedoch nicht nachlegen. Vielmehr setzen sich die Hausherren erneut auf 19:15 (40.) ab. Raphael Korbmacher brachte seine Farben wieder auf 18:20 (43.) heran, Marcel Billen traf zum 20:23 (46.) und hielt den Rückstand damit noch bei drei Toren. Danach erhöhte der TVG per Siebenmeter auf 24:20 (47.) und in der Folge brachten Zeitstrafen für Korbmacher und Völker die Haaner endgültig auf die Verliererstraße. In zwischenzeitlich doppelter Überzahl zogen die Gastgeber entscheidend auf 28:21 (51.) davon. Wirklich sauer war Ronny Lasch am Ende nur auf den Geistenbecker Trainer. „Er hat seinem Spieler gesagt, dass er beim Siebenmeter auf den Kopf von Christopher Seher zielen soll – so eine Ansage ist unmöglich und bleibt als Wermutstropfen haften“, erklärt der Unitas-Coach.

Unitas Haan: Seher, Goeken – Korbmacher (2), Riemann, Billen (6/1),Mohrmann (1), Mohaupt, Schlierkamp (2),Thomé, d‘Avoine, Obermeier (3), Völker, Moser (5/2), Schusdzarra (5).

DJK Unitas Haan – TSV Aufderhöhe. Für das Oberliga-Derby am Sonntag (11.15 Uhr, Halle Adlerstraße) geloben die Unitas-Handballer einen ganz anderen Auftritt. „Wir wollen aus der Niederlage in Geistenbeck lernen und es vor eigenem Publikum einfach wieder besser machen“, kündigt Ronny Lasch an. Dabei kann der Coach wohl wieder aus dem Vollen schöpfen. Einzig der beruflich verhinderte Philip d‘Avoine und Lennart Riemann, der im Spiel am Dienstag mit dem Fuß umknickte, sind nicht mit von der Partie. Allerdings erwartet Lasch eine hart umkämpfte Begegnung, denn beide Teams kennen sich aus dem Effeff: „Das ist ein Spiel auf Augenhöhe und geht bei null los. Das Ergebnis hängt nicht vom Tabellenstand ab, sondern in diesem Duell kann jeder jeden schlagen.“

Info Für die Zuschauer gilt in der Halle an der Adlerstraße die 2G-Regel mit Ausweispflicht. Zudem müssen sie auch am Sitzplatz Maske tragen.