Handball Unitas Haan hält TV Lobberich in Schach

Die Oberliga-Handballer liefern eine überzeugende Vorstellung. Dabei wechselt Trainer Ronny Lasch munter durch und übt neue taktische Elemente ein. Dennoch siegt sein Team letztlich souverän und klettert auf Rang drei.

 Lennart Riemann überzeugte nicht nur als defensive Spitze, sondern auch mit drei Toren im Angriff. 
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  Stephan Köhlen

Lennart Riemann überzeugte nicht nur als defensive Spitze, sondern auch mit drei Toren im Angriff. RP-Foto: Stephan Köhlen

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

DJK Unitas Haan – TV Lobberich 31:27 (12:12). Die Unitas-Handballer trotzten an diesem Wochenende auch Corona. Zwar reichte es noch nicht ganz für die Rückkehr des vor einer Woche erkrankten Raphael Korbmacher aufs Parkett, doch die Partie in Haan hatte ein Alleinstellungsmerkmal: Es war die einzige Oberliga-Begegnung, die angepfiffen wurde. Alle anderen fielen wegen Corona-Fällen aus. Für die Unitas brachte der Sieg im Spitzenduell zugleich den Sprung zurück auf Platz drei. Um so erstaunlicher, da Unitas-Coach Ronny Lasch das Augenmerk vor allem auf das Einüben taktischer Elemente unter Wettbewerbsbedingungen legte.

Im Vorfeld kündigte Lasch bereits an, die restlichen Oberliga-Partien in dieser Saison als Vorbereitung auf die neue Spielzeit nutzen zu wollen. Meisterschaftsalltag mit Trainingscharakter also – eine Definition, die seine eigene Mannschaft zunächst lähmte und zu einem 1:4-Rückstand führte (6.). Lasch nahm eine Auszeit, erinnerte die Haaner Spieler daran, dass guter Handball nur mit Leistung und Einsatz möglich ist. „Wir können nur etwas reißen, wenn wir Leidenschaft zeigen“, betonte Lasch und stellte fest: „Zum Glück haben wir das dann hinbekommen und den Schalter umgelegt.“

Mit dem 5:5 durch Philipp d‘Avoine gelang erstmals der Augleich. Lobberich ging erneut mit 6:5 in Führung, doch Florian Schlierkamp egalisierte per Siebenmeter zum 6:6 (13.). Trotz Überzahl schafften es die Haaner aber zunächst nicht, das Kommando zu übernehmen. Dann setzte jedoch Ole Völker am Kreis Lennart Riemann in Szene, der sein Team mit 7:6 (16.) erstmalig in Front brachte. Völker legte das 8:6 nach. Zur Pause war die Partie beim Stand von 12:12 jedoch weiter offen. Das lag auch an der offensiven 5:1-Abwehrformation, gestand Lasch. „So darf man gegen Lobberich nicht spielen, aber wir wollten es üben und haben es bis zur 40. Minute durchgeboxt“, erläuterte der Unitas-Coach.

Erst in den letzten 20 Minuten stellten die Haaner defensiv auf die kompakte 6:0-Variante um. Dazu nutzen sie nun gegen die zwischenzeitlich mit sieben Feldspielern agierenden Lobbericher mehrfach die Chance, den Ball aus der eigenen Hälfte heraus ins leere TVL-Tor zu werfen. Thomé traf schließlich aus dem linken Rückraum zur 21:19-Führung(43.). Wenig später lag die Unitas, die in der zweiten Halbzeit verstärkt auf junge Kräfte und Rekonvaleszenten baute, mit 24:19 (45.) vorne. Lobberich verkürzte wieder auf 23:24 (51.), witterte auch beim 25:26-Rückstand (56.) noch seine Chance. Doch dann brachten die Haaner den Sieg in trockene Tücher. Großen Anteil daran hatte auch Sebastian Goeken, der mehrfach glänzend parierte und nur für einen Siebenmeter an Christopher Seher übergab.

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