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Handball-Oberliga: Unitas Haan geht in Oppum an die Schmerzgrenze

Handball : Unitas geht in Oppum an die Schmerzgrenze und siegt

Die Haaner Handballer markieren Sekunden vor dem Schlusspfiff das entscheidende Tor und behalten am zweiten Spieltag ihre weiße Weste.

TV Oppum – DJK Unitas Haan 30:31 (15:12). (bs) Es war bis zum Schluss ein leidenschaftlicher Kampf, denn erst sieben Sekunden vor dem Abpfiff markierte Philippe d’Avoine den Haaner Siegtreffer. Zuvor sahen die rund 100 Zuschauer eine Begegnung, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten. „Alles, was letzte Woche perfekt war, hat diesmal nicht so geklappt“, berichtete Ronny Lasch. „Wir sind eine Wundertüte in alle Richtungen, brauchen noch drei, vier Wochen, bis sich alles eingespielt hat“, stellte der Unitas-Trainer fest.

Die erste Viertelstunde verlief die Oberliga-Begegnung mit wechselnden Führungen noch ausgeglichen. Nach dem 8:8 (16.) folgte jedoch eine fast siebenminütige Flaute in der Haaner Offensive – die Krefelder zogen auf 12:8 (22.) davon und lagen zur Pause mit 15:12 vorne. „In der ersten Halbzeit hatten wir fast keinen Ballgewinn. Die Torwartleistung war o.k., aber in der Abwehr hatten wir keinen Zugriff. Dadurch konnten wir nicht das Tempo nach vorne bringen, zudem haben wir viele Fahrkarten geworfen. Der Gegner war sehr gut auf uns eingestellt – wir haben uns schwer getan“, analysierte Lasch den ersten Durchgang.

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Nach dem Wiederanpfiff behaupteten die Oppumer zunächst den Drei-Tore-Vorsprung, führten mit 18:15 (40.). Gleichwohl lief es für die Haaner, die in der Abwehr von der offensiveren 5:1-Variante auf eine kompakte 6:0-Formation umstellten, nun besser. Dabei kam den Gästen die Rückkehr von Pascal Schusdzarra in den Oberliga-Kader entgegen. „Das war der Joker, den wir in der Hinterhand hatten und der uns gut getan hat“, erzählte Lasch mit einem verschmitzten Lächeln. Zugleich steigerten die Unitas-Handballer ihre Effektivität im Angriff und sorgten mit fünf Toren in Folge zur 20:18-Führung (43.) für die Wende. Beim 27:24 (53.) durch Marcel Obermeier schienen die Haaner bereits auf der Siegestraße, doch Oppum machte die Partie noch einmal spannend, glich anderthalb Minuten vor dem Ende zum 29:29 aus. André Moser brachte die Unitas mit 30:29 erneut in Front, Daniel Köffers egalisierte zum 30:30, handelte sich jedoch danach in der Abwehr eine Zeitstrafe ein. 17 Sekunden vor dem Abpfiff nahm Ronny Lasch noch eine Auszeit. „Ich habe eine klare Ansage gemacht und die Mannschaft hat es aufs Feld gebracht“, lobte er die letzte Angriffsaktion seines Teams, die zum siegbringenden Treffer von Philippe d’Avoine führte. Das Fazit des Trainers: „Die Mannschaft hat nicht ins Spiel gefunden, aber sie ist bis zum Schluss an ihre Schmerzgrenze gegangen.“

Unitas Haan: Seher, Goeken – Korbmacher (4), Hain, Kinscheck, Billen (3), Mohaupt, Kreisköther (2), Thomé (1), Patten, d’Avoine (11), Obermeier (5), Moser (4), Schusdzarra (1).