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Handball-Oberliga: Mettmanner Emotionen kochen in Geistenbeck hoch

Handball : Mettmanner Emotionen kochen hoch

Eine umstrittene Schiedsrichtentscheidung bringt die Handballer von ME-Sport in Geistenbeck nach einer guten Viertelstunde aus der Spur. Erst in der zweiten Halbzeit entdeckt das Loschinski-Tem sein Kämpferherz.

TV Geistenbeck - Mettmann-Sport 30:27 (14:10). Die Handballer von ME-Sport verloren erneut. Das Team von Trainer Andre Loschinski musste sich trotz einer ansprechenden kämpferischen Leistung in Geistenbeck geschlagen geben. Mit nunmehr fünf Niederlagen aus acht Spielen läuft der Oberligist seinen eigenen Ambitionen in der aktuellen Saison klar hinterher.

Dabei starteten die Mettmanner gut in die Partie. „Wir haben uns viel vorgenommen, konnten das auch gerade zu Beginn sehr gut umsetzen“, sah Loschinski eine ausgeglichene Anfangsphase (15. 6:6) – bis eine Schiedsrichterentscheidung seinen personell stark geschwächten Kader aus dem Rhythmus brachte. Ein Foul an Paul d’Avoine erhitzte die Gemüter. Den rotwürdige Kontakt ahndeten die Unparteiischen mit einer Zwei-Minuten-Strafe, was die Mettmanner nur schwer akzeptieren konnten. „Sicherlich war die Entscheidung unglücklich, trotzdem darf es uns nicht passieren, dass wir uns anschließend mehr mit den Rahmenbedingungen als mit unserem eigenen Handballspiel beschäftigen“, sagte Loschinski.

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Die Gastgeber nutzten die anschließende hektische und hitzig aufgeladene Atmosphäre, um bis zur Pause auf 14:10 davonzuziehen. Dazu kassierten die Mettmanner Sören Falkenberg, Christopher Königs, Paul d’Avoine sowie Moritz Horn allesamt Zeitstrafen, die das Abwehr- und Angriffsspiel der Gäste erschwerten. „Leider haben wir keinen kühlen Kopf bewahrt“, stellte Loschinski fest, dessen Team nach dem Seitenwechsel direkt in Unterzahl agierte. Der TV Geistenbeck wusste dies zu nutzen, zog auf 19:12 davon und eine weitre heftige Niederlage für die Mettmanner kündigte sich an. „Wie die Jungs sich dann verkauft haben, war wirklich klasse“, stellte Loschinski seine Abwehr auf eine 5:1-Formation mit Sören Falkenberg auf der Spitze um.

Die Gäste kämpften sich zurück in die Partie. Sechs Minuten vor dem Ende verkürzte Moritz Horn vom Siebenmeterpunkt auf 21:24, Sören Falkenberg verkürzte vom Kreis auf 25:26 (57.).. Zwei Mal hatten die Mettmanner die Chance zum Ausgleich, einfache technische Fehler machten die Möglichkeiten aber zunichte und die Geistenbecker eilten siegbringend auf 28:25 davon.

„Es war am Ende deutlich mehr drin. Leider sollte der Ausgleich einfach nicht fallen“, resümierte Loschinski ernüchtert. Der Coach konnte seiner Mannschaft für den kämpferischen Einsatz keinen Vorwurf machen und sprach auch ein Sonderlob aus: „Lucas Klein hat trotz seiner Knieschmerzen eine tolle Leistung in der Abwehr gezeigt. Schade, dass wir am Ende wieder mit leeren Händen dastehen.“ Durch die Niederlage verpassten es die Mettmanner, den Anschluss an das Mittelfeld der Oberliga herzustellen und müssen sich nun Richtung Abstiegszone orientieren.