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Handball-Oberliga: Mettmann-Sport ist in eigener Halle obenauf

Handball : Mettmann-Sport ist in eigener Halle obenauf

Die Oberliga-Handballer starteten erfolgreich in ihre lange Heimserie. Am Samstag wollen sie jetzt auch dem Tabellenzweiten Borussia Mönchengladbach viel Gegenwehr leisten – und vielleicht sogar einen Punkt abtrotzen.

Mettmann-Sport – Borussia Mönchengladbach. Zum zweiten von insgesamt sechs Heimspielen in Serie laden die Handballer von Mettmann-Sport am Samstag um 17.30 Uhr in die Sporthalle Herrenhaus. „Erfolgreichen und kämpferischen Handball“, wollte ME-Sport-Trainer Andre Loschinski den Zuschauern bieten, um wieder möglichst viele Unterstützer ins Herrenhaus zu locken.

Mit dem Sieg gegen den TV Angermund machten die Gastgeber den Anfang. Wenn am Samstag Borussia Mönchengladbach seine Visitenkarte in der Kreisstadt abgibt, muss besonders die von Loschinski angesprochene kämpferische Leistung stimmen, um etwas Zählbares holen zu können. Neben der Zweitvertretung des Bergischen HC zählen die Gäste vom Niederrhein als Aufstiegskandidat Nummer eins.

Beim Saisonauftakt im Hinspiel mussten sich die Mettmanner sehr schnell der Qualität der Borussia, die auch viele höherklassige Spieler in ihrem Kader hat, ergeben und waren bei der 26:32 (12:18)-Niederlage über die gesamte Spielzeit chancenlos. Es folgten nach diesem Misserfolg noch einige ratlose Wochen für die Mettmanner und ihren noch recht neuen Trainer Loschinski. „Wir kämpfen in der aktuellen Verfassung ganz klar um den Klassenerhalt“, sagte der engagierte Coach noch im November vergangenen Jahres. Aktuell haben die Mettmanner damit nichts zu tun, stehen mit drei Siegen in Folge auf dem vierten Tabellenplatz und führen mit der DJK Unitas Haan und dem TV Geistenbeck die große Gruppe des Oberliga-Mittelfeldes an.

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Nur zwei Plätze trennen also die ME-Sport-Handballer vor der Partie am Samstag von den Gästen. Wie groß der Abstand zwischen den beiden Teams wirklich ist, zeigt das Punktekonto. Rund zehn Zähler konnte die Mannschaft von Trainer Ronny Rogawska bisher mehr als ME-Sport einfahren. „Gladbach hat die beste und erfahrenste Mannschaft der Liga. Sie stehen zu Recht an der Tabellenspitze und es wird für uns extrem schwer, den Gegner vor Aufgaben zu stellen“, nimmt Loschinski die Außenseiterrolle vor der Partie gerne an, zeigt sich aber gewohnt kämpferisch: „Eine gute Leistung abrufen und die Partie lange offen zu halten, das ist unser Ziel.“

Dass auch die Gladbacher besiegbar sind, bewies der akut abstiegsbedrohte VfB Homberg Anfang Dezember vergangenen Jahres, als das gefährdete Team den Favoriten niederrang und am Ende knapp, aber nicht unverdient mit 26:25 (13:14) bezwang. „Sollte uns das auch gelingen, wäre es großartig. Aber eine gute Leistung abzurufen und am Ende erhobenen Hauptes die Halle verlassen zu können, ist auch ein Erfolg“, nimmt Loschinski den Druck von seiner Mannschaft. Die konnte unter der Woche wieder mit mehr Personal trainieren.

Lucas Klein hat seine Erkältung auskuriert und Jan Schirweit, der in der Vorwoche die ersten Spielminuten absolvierte, ist wieder voll in das Mannschaftstraining eingestiegen. In den Vordergrund schoben sich zuletzt allerdings Torwart Alexander Riebau und Rückraumspieler Christopher Königs. Beide haben erheblichen Anteil an den aktuellen Erfolgen der Mettmanner. Während das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torwart immer besser wird, traf Königs bereits im dritten Spiel in Folge zweistellig ins gegnerische Tor. „Sie sind aktuell super drauf“, lobt Loschinski seine beiden Leistungsträger.