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Handball-Oberliga: Mettmann-Sport hat einen personellen Engpass

Handball : Mettmann-Sport hat einen personellen Engpass

Einige Abgänge und aktuelles Verletzungspech machen den Oberliga-Handballern das Leben schwer. Deshalb beißt der angeschlagene Routinier Tim Wittenberg ein weiteres Mal auf die Zähne.

Adler Königshof – Mettmann-Sport. Ein sehr aufregendes erstes Jahr als Cheftrainer bei ME-Sport liegt hinter Andre Loschinski. Nachdem das Mettmanner Urgestein seine Mannschaft aufgrund des Saisonabbruchs sehr lange nur aus der Ferne trainieren und anschließend zu einigen Laufeinheiten bitten konnte, starteten die Oberliga-Handballer mit einem sowohl quantitativ als auch qualitativ starken Kader in die Saisonvorbereitung. „Damals hat sicher niemand damit gerechnet, dass wir nun, zu Beginn des Jahres 2022, einen so großen Aderlass hatten und jetzt auch mit erheblichen Personalproblemen kämpfen müssen“, sieht der ehemalige Rückraumspieler seine Mannschaft in einer kritischen Phase.

Nach den bereits bekannten und nachvollziehbaren Abgängen gegen Ende des vergangenen Jahres scheint der Oberligist nun vom Verletzungspech verfolgt. Paul d‘Avoine zog sich beim Surf-Urlaub in Frankreich eine Innenbanddehnung zu und fällt vermutlich vier Wochen aus. Linkshänder Sven Meißel verletzte sich in der letzten Trainingswoche schwer am Fuß. Die Verantwortlichen vermuten einen Riss des Syndesmosebandes, was das Saisonaus für den Rückraumrechten bedeuten würde. Eine genaue Diagnose steht allerdings noch aus. Auch Tim Wittenberg musste wegen Rückenbeschwerden beim Training aussetzen, steht aber am Samstag im Kader und beißt abermals auf die Zähne. „So muss ich mir zumindest weniger Gedanken machen, wer am Wochenende spielt“, nimmt es Loschinski mit Galgenhumor und hofft für Meißel, dass sich die vermutete Verletzung nicht bestätigt.

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Bei den Adlern in der Sporthalle Königshof stellt sich das Team der Mettmanner am Samstag um 19.30 Uhr fast von alleine auf. Mit Frederik Stein wurde aus der zweiten Mannschaft ein Linksaußen hochgezogen, um zumindest ein paar Wechselmöglichkeiten zu haben. „Wir werden das Beste daraus machen“, zeigt sich Loschinski kämpferisch und nimmt gleichzeitig den Druck von seiner Truppe: „Für uns kann es nur heißen, Visier hoch und Blick nach vorne. Wir haben in Krefeld nichts zu verlieren.“ Entsprechend gestalteten sich die Übungseinheiten unter der Woche. Bis auf individuelles sowie Kleingruppentraining war nichts möglich.

Dennoch will sich Loschinski sicher nicht kampflos geschlagen geben: „Es wird ein hartes Stück Arbeit. Wenn wir uns aber auf unsere Stärken besinnen, ist es für uns auch möglich, bei den Adlern etwas Zählbares zu holen.“ Mit einem Sieg über die Mannschaft des erfahrenen Trainerkollegen Marius Timofte ziehen die Mettmanner mit den Gastgebern in der Tabelle gleich und starten mit einem positiven Torkonto in das neue Jahr. Dabei müssen die Mettmanner besonders auf das Kreisläuferspiel der Hausherren achten, die mit Sebastian Bartmann auf dieser Position einen der besten Spieler der Liga in ihren Reihen wissen.

„In der Defensive ist es sicherlich die Achse Rückraum und Kreis, die wir in den Griff bekommen müssen“, weiß Loschinski aber auch um die Abwehrqualitäten des Gegners: „Neben Kreisläufer Sebastian Bartmann haben die Adler mit Florian Lindemann auch einen überragenden Torwart.“ Der erfahrene Keeper, der im letzten Jahr als Sportler des Jahres der Stadt Krefeld ausgezeichnet wurde, spielt seit Jahren auf Ligatopniveau. Trotzdem scheinen die Adler bisher noch nicht richtig in Tritt zu kommen. „Die Mannschaft hat sicherlich mehr Potential, als der aktuelle Tabellenstand aussagt“, meint Loschinski, dessen Mannschaft ebenfalls hinter den eigenen Ansprüchen geblieben ist. Unter den neuen personellen Voraussetzungen ändern sich aber wohl die Saisonziele der ME-Sport-Handballer.