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Handball-Oberliga: Mettmann-Sport besiegt das Kellerkind VfB Homberg

Handball : Mettmann-Sport besiegt das Kellerkind

Coronabedingt fallen erneut einige Spieler, aber auch Trainer Andre Loschinski aus. Doch der Rest der Oberliga-Mannschaft packt gegen den VfB Homberg seinen Kampfgeist aus, unterstützt durch einige Akteure aus der Zweiten.

Mettmann-Sport – VfB Homberg 30:27 (14:14). In der Hinrunde waren es das Verletzungspech sowie private Termine, die die Handballer von ME-Sport kaum komplett auflaufen ließen. Nun sind es Corona-Infektionen, die dafür sorgen, dass der Kader des Oberligisten Woche für Woche einer Wundertüte gleicht. Mit Torjäger Christopher Königs, Kreisläufer Sören Falkenberg und auch Trainer Andre Loschinski fielen jetzt gleich drei Akteure kurz vor dem Heimspiel gegen den VfB Homberg aus.

Trotz der widrigen Umstände fuhren die Hausherren einen verdienten Sieg gegen das Kellerkind ein, der so alles andere als zu erwarten war. „Uns ist natürlich ein riesengroßer Stein vom Herzen gefallen, als wir diese Partie gewonnen haben“, war Mettmanns Co-Trainer Markus Flieter überglücklich: „Die Jungs sind am Ende auf dem Zahnfleisch gegangen, haben aber super gekämpft. Es war klasse.“

Dabei starteten die Homberger besser in die Partie. Nach sieben Minuten lagen die Gastgeber mit 2:4 im Hintertreffen. Zu diesem Zeitpunkt musste Moritz Hebel, dem die Luftprobleme nach seiner Corona-Erkrankung anzumerken waren, bereits ausgewechselt werden. Auch Sven Meißel, der schon vorher bei der zweiten Mannschaft auflief, war bereits angeschlagen. „Es sind dann andere in die Bresche gesprungen“, sagte Flieter und sprach Tim Wittenberg ein Sonderlob aus: „Er ist vorangegangen, hat das Team mitgezogen und eine super Leistung gezeigt.“

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Nach dem Ausgleich zum 4:4 erzielte Paul d‘Avoine, der im rechten Rückraum agierte, auch den 7:4- Führungstreffer. Diesen Vorsprung hielten die Mettmanner bis kurz vor der Halbzeitpause. „Es hat einfach Kraft gekostet“, machte Flieter seinen Schützlingen keinen Vorwurf, die kurz vor dem Gang in die Kabine den 14:14-Ausgleich hinnehmen mussten.

Die Anfangsphase des zweiten Durchgangs gehörte ebenfalls den Gästen. Die Mettmanner ließen sich aber auch durch den 16:17-Rückstand nicht aus der Ruhe bringen, zeigten in der Folgezeit ihre stärkste Phase, erzielten sechs Tore hintereinander und gingen mit 22:17 (43.) in Führung. Als d‘Avoine acht Minuten vor dem Ende auf 25:20 stellte, wähnten sich die Mettmanner bereits auf der Siegerstraße. Obwohl Tobias Petzinna am Kreis, Niklas Kolorz im rechten Rückraum und Till Fundheller auf Rechtsaußen aus der zweiten Mannschaft aufgerückt waren und den etatmäßigen Kräften Auszeiten ermöglichten, beobachteten die Zuschauer den Leistungsabfall von ME-Sport mit zunehmender Spieldauer.

Vier Minuten vor dem Ende verkürzte der VfB Homberg auf 25:26 26:25 und war wieder in Schlagdistanz. „Mit einer letzten Auszeit konnten wir die Mannschaft neu einstellen und am Ende die Oberhand behalten“, erklärte Flieter und sah, wie Sven Meißel kurz vor dem Ende mit seinem dritten Tor die erlösende 28:26-Führung markierte. Das letzte Tor sollte dem stark aufspielenden Lukas Klein gelingen. Der großgewachsene Linkshänder ging über die gesamte Spielzeit immer wieder in dynamische Zweikämpfe und riss so große Lücken für seine Mitspieler.

Mit dem Sieg verschaffen sich die Mettmanner ein deutliches Polster von sieben Punkten auf den ersten Abstiegsplatz in der Oberliga. Auf diesem steht weiterhin der VfB Homberg.