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Handball-Oberliga: Kantersieg bringt Unitas Haan auf den Gipfel

Handball : Kantersieg bringt Unitas Haan auf den Gipfel

Die Handballer fegen den Oberliga-Rivalen Adler Königshof mit 41:29 aus der Halle und sind durch den überraschend hohen Sieg erster Tabellenführer in dieser Saison. Auf der Tribüne gehen die Haaner Fans begeistert mit.

DJK Unitas Haan – DJK Adler Königshof 41:29 (20:12). Ronny Lasch war nach dem Abpfiff der Oberliga-Begegnung zunächst etwas sprachlos. Lächelnd verkündete er dann: „Die Mannschaft hat mich wirklich überrascht. Ich wusste, dass sie es kann, aber hätte nicht gedacht, dass die Spieler es gleich in der erste Partie so abrufen.“ Und dann fügte der Chefcoach der Unitas hinzu: „Es macht einfach Spaß.“ Viel Freude kam auch bei den rund 200 Zuschauern in der Halle an der Adlerstraße auf, die allesamt die streng kontrollierte 3G­‑Regel erfüllten. Als die Unitas-Handballer auch nach der Pause hohes Tempo gingen, war der Funke der Begeisterung endgültig auf die Tribüne übergesprungen. Rhythmisch klatschend feuerten die Haaner Fans ihre Mannschaft an.

„So hatten wir uns das vorgestellt“, resümierte später Vorsitzender Uli Bönig mit Blick auf die neue alte Anwurfzeit der Herrenmannschaft am Sonntagvormittag. Jetzt hoffen die Verantwortlichen, dass die Werbung in eigener Sache Früchte trägt und in den nächsten Heimspielen noch mehr Unitas-Anhänger das Team unterstützen.

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Dabei sah sich die Mannschaft von Ronny Lasch zunächst durch einen Treffer von Sebastian Bartmann mit 0:1 (3.) im Rückstand. Die drittliga-erfahrene Führungskraft der Adler war auch in der Folge kaum zu stoppen, stellte die Hausherren mit seiner körperlichen Präsenz und Durchschlagskraft immer wieder vor Probleme – und warf später in der zweiten Halbzeit aus allen Lagen auf das Unitas-Tor. Mit sieben Treffern avancierte der 30-Jährige letztlich zum besten Königshofer Werfer.

Auf der anderen Seite wusste Monty Kreisköther zu überzeugen. Der inzwischen 40-jährige Linksaußen glich nicht nur zum 1:1 (4.) aus, sondern setzte sich auch in der Folge immer wieder mit erstaunlicher Schnellig- und Wendigkeit in Szene. „Es ist toll, dass er sich in seinem Alter noch einmal fit gemacht hat“, strahlte Ronny Lasch übers ganze Gesicht.

Raphael Korbmacher brachte die Haaner erstmals mit 5:4 (8.) in Führung. Danach überstanden die Gastgeber auch eine Zeitstrafe für Philippe d’Avoine relativ unbeschadet und setzten sich nach dem 5:5 auf 8:5 (13.) ab. Für Adler-Coach Marius Timofte war damit der Moment für seine erste Auszeit gekommen. Wirklich viel bewirkte die nicht, denn die Unitas behauptete ihren Vorsprung und baute ihn sukkzessive bis zur Pause sogar auf 20:12 aus. Mit tollen Paraden trug Torhüter Christopher Seher seinen Teil dazu bei.

Nach dem Seitenwechsel knüpften die Unitas-Handballer nahtlos an die gute Leistung der ersten 45 Minuten an. Immer öfter zeigte sich, wie wertvoll die Verstärkungen im Rückraum sind, denn nicht nur der wurfstarke d’Avoine, sondern auch André Moser, der erst in diesem Sommer kam, nehmen Raphael Korbmacher Last von den Schultern und lassen ihn zugleich besser zur Entfaltung kommen. „Wir haben jetzt eine starke Mannschaft – darauf lässt sich aufbauen“, freut sich Coach Lasch über die Teamarbeit. Nur einmal kam seine Mannschaft vom disziplinierten Weg ab und nahm das Tempo aus dem Spiel, Sebastian Bartmann hatte da gerade auf 22:31 (48.) verkürzt. Sofort beantragte Lasch eine Auszeit, rief die Taktik noch einmal nachdrücklich in Erinnerung. Mit Erfolg, denn fünf Minuten später baute der spielfreudige Marcel Billen den Vorsprung auf 35:24 (53.) aus.In der Schlussphase konnten sich dann auch die Haaner Nachwuchskräfte noch in Szene setzen.