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Handball, Dritte Liga: TB Wülfrath steht unter Zugzwang

Handball : TB Wülfrath steht unter Zugzwang

In den letzten drei Partien holten die Drittliga-Handballerinnen nur noch einen Punkt. Damit verloren sie den Anschluss an die Tabellenspitze und stecken jetzt mittendrin im Abstiegskampf. Ein Sieg in Nieder-Roden ist Pflicht.

HSG Rodgau Nieder-Roden – TB Wülfrath (Frauen). Wie eng, ausgeglichen und umkämpft die Gruppe D der Dritten Frauen-Liga ist, zeigten die ersten Spieltage. Bis auf die SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim konnte noch kein Team konstant überzeugen. Gleich sechs der insgesamt zwölf Mannschaften werden am Ende der Runde eine Abstiegsregelation ausspielen.

Nach dem erfolgreichen Saisonstart ist beim TB Wülfrath die Euphorie verflogen. Der Tiefpunkt der bisher gezeigten Leistungen war die deutliche Niederlage beim bis dahin noch punktlosen Schlusslicht TuS Königsdorf vor der kurzen Herbstpause. „Es war ein charakterloser Auftritt meiner Mannschaft“, fand TBW-Trainer Michael Cisik nach seiner intensiven aber ebenso nüchternen Analyse klare Worte und appelliert an sein Team: „In den nächsten Spielen ist die Mannschaft in der Pflicht.“ Bei der HSG Rodgau Nieder-Roden haben die Kalkstätdterinnen am Samstag um 19.30 Uhr die nächste Möglichkeit, ihr wahres Leistungsvermögen abzurufen. Allerdings fährt der TBW nur in der Außenseiterrolle nach Hessen.

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Die Gastgeberinnen belegen aktuell den dritten Tabellenplatz, siegten zuletzt zweimal in Folge auswärts. Während sie bei der HSG Geddern-Nidda knapp mit 26:25 (17:13) die Oberhand behielten, fertigten sie die HSG Kleenheim-Langgöns in fremder Halle mit 25:16 (14:5) ab. Besonders den wurfgewaltigen linken Rückraum sowie das starke Kreisläuferspiel müssen die Wülfratherinnen in den Griff bekommen, um etwas Zählbares auf die gut zweistündige Rückfahrt mitzunehmen.

Cisik sah bei seinen Videoanalysen einen starken Gegner, dem er einen Platz in der oberen Tabellenregion zutraut. „Sie spielen einen guten Ball, wollen über die klassischen Auslösehandlungen zum Erfolg kommen, was wir unterbinden müssen“, sagt der TBW-Coach. Die Trainingsvoraussetzungen waren im Vorfeld auf die bevorstehende Partie jedoch alles andere als zufriedenstellend. „Durch Urlaub und Krankheit konnten wir nur bedingt trainieren. Wir wollen uns aber nicht beschweren, sondern haben uns alle vorgenommen, die gemachten Fehler abzustellen und das Optimum bei der HSG für uns herauszuholen“, sieht Cisik auch die Chance, sich mit einem Erfolg etwas weiter von den letzten sechs Plätzen, die eine Abstiegsrelegation bedeuten, nach oben hin zu entfernen.

Ähnlich wie vor der Herbstpause kämpfen die TBW-Handballerinnen mit Personalproblemen. Rike Büngeler sowie die zweitliga-erfahrene Lena Feldstedt mussten zuletzt krankheitsbedingt beim Training passen. Ein Einsatz beim Gastspiel in Hessen ist fraglich. Dafür steht Luisa Kieckbusch, die zuletzt schmerzlich als Aufbauspielerin vermisst wurde, wieder im Kader. Ähnlich wie Simone Fränken musste auch sie berufsbedingt beim Training aussetzen, aber beide gehen bei der HSG Rodgau Nieder-Roden wieder für den TBW auf Torjagd. Auch auf Jule Kürtens Nervenstärke bei den Siebenmetern muss Cisik verzichten. Die Rückraumakteurin fährt mit dem TV Beyeröhde, für den sie das Erstspielrecht hat, mit zur Zweitligabegegnung beim VfL Waiblingen.