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Haan: Fechter Lisa Marie Löhr und Kassian Meier stehen „Degen bei Fuß“

Fechten : Lisa Marie Löhr und Kassian Meier stehen „Degen bei Fuß“

Ohne Turniere kommen die beiden EM-Teilnehmer in ihrer sportlichen Entwicklung nicht weiter – und hoffen, bald wieder auf der Planche zu stehen.

Lisa Marie Löhr und Kassian Meier fehlt in diesen Monaten der Wettkampf. Die beiden EM-Teilnehmer des vergangenen Jahres befinden sich derzeit nur im Trainingsmodus, denn wegen Corona gibt es keine Fechtturniere. Für die beiden Haaner bedeutet das einen Rückschlag in der sportlichen Entwicklung.

Lisa Marie Löhr erläutert: „Während ich zum Beispiel Landesturniere gerne als gutes Training nutze, brauche ich sie auch, um mich für nationale Turniere zu qualifizieren.“ Die 20-Jährige ergänzt: „Grundsätzlich mag ich sehr das Flair der Wettkämpfe, ob im In- oder Ausland. Es ist auch der Austausch mit anderen Fechterinnen, Vereinen und Nationen, der immer wieder schön ist.“

Auch Kassian Meier vermisst die Herausforderung des Duells auf der Planche. „Ich liebe es, mich mit anderen Fechtern zu vergleichen. Deshalb sind Turniere das Wichtigste für mich beim Fechten“, sagt er und fährt fort: „Mit dem Gegner zu kämpfen, zu zeigen, was ich kann und im Idealfall das Gefühl, dass sich die harte Arbeit ausgezahlt hat, machen diesen Sport so genial.“ Der 16-Jährige zieht aus Siegen und Niederlagen gleichermaßen einen Lerneffekt. „Gewinnen fühlt sich natürlich zunächst einmal am besten an, am meisten motivieren mich aber die Niederlagen. Aus Niederlagen – je härter, desto besser – lerne ich am meisten. Durch sie erkenne ich meine Schwächen und kann an ihnen arbeiten.“

Wann die beiden Fechter wieder in den Wettkampfmodus schalten können, steht aktuell in den Sternen. Zurzeit versuchen sie, sich so gut wie möglich mit individuellem Training fit zu halten – und hoffen, dass sie bald wieder die Klinge kreuzen können.