Handball : Großer Kampf belohnt

Die Oberliga-Handballerinnen von ME-Sport gewinnen das Lokalderby beim TV Beyeröhde II mit 32:32. Die Mettmannerinnen haben nur noch zwei Punkte Rückstand zum ersten Nichtabstiegsplatz.

Beyeröhde II – Mettmann-Sport 31:32 (16:18). Die Mettmanner Oberliga-Handballerinnen haben mit ihrem fünften Saisonsieg den Anschluss an das untere Mittelfeld hergestellt. Mit etwas Glück, aber auch einer großen Portion Kampfgeist und somit nicht einmal unverdient setzte sich das ME-Sport-Team im Lokalderby knapp mit 32:31 durch, hat nun nur noch zwei Punkte Rückstand zum ersten Nichtabstiegsplatz, auf dem der TV Beyeröhde II rangiert. "Die Mädels haben 60 Minuten lang bis zum Umfallen gekämpft und sich damit den Sieg verdient – basta", betonte der grippekranke Trainer Mark Kopold mit Nachdruck.

Zu Beginn sah es aber wieder nicht gut aus für die Gäste, die die Anfangsphase verschliefen und schnell 0:3 hinten lagen. Doch anders als zuletzt gegen Aldekerk fingen sich die jungen Mettmannerinnen und glichen beim 8:8 nach einer Viertelstunde aus. In der nun ausgeglichenen Partie warfen die ME-Sport-Handballerinnen bis zur Pause eine 18:16-Führung heraus. Doch noch in der ersten Minute nach dem Wiederanpfiff glichen die Wuppertalerinnen wieder aus. Es entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem beide Mannschaften kämpferisch bis an ihre Grenzen gingen. Doch zunehmend zahlte sich die jetzt bessere Abwehrarbeit der Mettmannerinnen aus, die in der 56. Minute lagen mit 31:28 vorne.

Leonie Lambertz erzielt Siegtor

Dann wurde es dramatisch. Die Mettmanner Deckungschefin Sabrina Berten bekam bei einem klaren Stürmerfoul einer Wuppertalerin vom ansonsten sehr guten Schiedsrichtergespann Kersting/Überholz eine unberechtigte Zwei-Minuten-Strafe aufgebrummt. Die Einheimischen nutzte die Überzahl, um zum 31:31 auszugleichen. Es war noch gut eine Minute zu spielen, als Leonie Lambertz beim von den Unparteiischen angezeigten Zeitspiel das Herz in ihre linke Hand nahm und den Ball zum 32:31 unter die Latte hämmerte. Im Gegenzug spielten die Wuppertalerinnen Kristin Niggeloh frei, die dann – allerdings klar behindert – an der ME-Sport-Torhüterin Johanna Giebisch scheiterte. Vielleicht ausgleichende Gerechtigkeit für die zuvor unberechtigte Zeitstrafe. Die letzten 25 Sekunden spielten die Gäste clever herunter, der zweite Auswärtssieg der Saison war perfekt.

Mark Kopold lobte neben der kämpferischen Leistung der gesamten Mannschaft noch die abschlusssicheren Dani Getz (fünf Tore, ein Fehlwurf) und Sabrina Berten (kein Fehlwurf).

(ff)