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Fußball-Oberliga: VfB 03 Hilden muss mit Remis zufrieden sein

Fußball : VfB 03 Hilden muss mit Remis zufrieden sein

Im Heimspiel gegen den SC Velbert erarbeiten sich die Hildener Oberliga-Fußballer Chancen wie am Fließband, lassen aber im Abschluss die letzte Konsequenz vermissen – und retten nach zweimaligem Rückstand noch einen Punkt.

VfB 03 Hilden – SC Velbert 3:3 (1:2). Für die Fans des VfB 03 war es mal wieder eine Partie zum Haareraufen. Das lag keineswegs am einfallslosen Spiel der Hildener Oberliga-Fußballer, sondern ganz allein an der schlechten Chancenverwertung. Denn bereits in den ersten 20 Minuten erarbeiteten sich die Platzherren eine gute Möglichkeit nach der anderen, brachten aber einfach nicht das Leder im Velberter Netz unter – da machten Talha Demir, Pascal Weber und Kevin Brechmann allesamt keine Ausnahme.

Wesentlich effizienter spielten hingegen die Gäste, die in der 22. Minute erstmals im VfB 03-Strafraum zum Zuge kamen, doch Yannik Lenze klärte den Schuss von Pier Schulz per Faustabwehr. Auf der anderen Seite scheiterte Brechmann nach Vorarbeit von Schaumburg und Isaak Kang am SC-Keeper (34.). Dann stürmte Weber über die rechte Seite nach vorne, schaffte es aber nicht, den Ball zum gut postierten Brechmann zu spielen (35.). Im Gegenzug gab Ahmet Gülmez auf der linken Außenbahn richtig Gas, war letztlich auf seinem Weg in den Hildener Strafraum von Nick Sangl nicht zu stoppen und vollendete seinen fulminanten Vorstoß mit einem Flachschuss ins rechte untere Eck zur Velberter 1:0-Führung – es war erst die zweite Chance überhaupt der Gäste in dieser Partie.

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Noch vor der Pause schockte die Mannschaft von Peter Radojewski die Platzherren ein weiteres Mal. Ahmet Kizilisik trat von der linken Seite eine Ecke flach vors Hildener Gehäuse, der Ball strich ohne jegliche Spielerberührung durch den Strafraum, ehe in Höhe des langen Pfostens Gian-Luca Bühring die Kugel aufnahm und auf 2:0 (45+1) erhöhte.

Mit diesem Treffer waren die Velberter endgültig obenauf, während die Fans des VfB 03 angesichts der spielerischen Überlegenheit ihrer Mannschaft ihrem Frust verbal freien Lauf ließen. Hildens Trainer Tim Schneider analysierte den Verlauf der ersten Halbzeit später sachlich: „Ich fand es gar nicht so verkehrt: Wir haben große Chancen kreiert, sie aber nicht reingemacht. Natürlich können wir mit der Verwertung nicht zufrieden sein, denn mit einer besseren Trefferquote führen wir zur Pause schon deutlich.“

Nach dem Seitenwechsel erhöhen die Hildener den Druck, hatten aber Pech, dass nach einer Schaumburg-Ecke SC-Keeper Peter-Richard Garweg gegen Isaak Kang und Maximilian Wagener mit einem Reflex klärte (49.). Den nächsten Eckball spitzelte Pascal Weber über den Kasten (50.), eine weitere Ecke wehrte der Velberter Schlussmann ab und im Nachsetzen jagte Talha Demir das Leder in die Wolken (56.). Das Klagen in den Reihen der VfB 03-Fans nahm zu – und wich großem Jubel, als Pascal Weber überraschend auf 1:2 (58.) verkürzte.

Die Freude über den Anschlusstreffer währte ganze sieben Minuten. Shpetim Hasani nahm auf dem linken Flügel einen langen Ball aus der eigenen Abwehr auf. Yannik Lenze eilte unvermutet aus seinem Kasten, um den Velberter Angreifer zu stören, konnte aber an der Strafraumgrenze wegen Handspielgefahr nicht wirklich etwas ausrichten. Statt dessen hatte Hasani nach einem Schlenker freie Bahn und erhöhte flach ins rechte untere Eck auf 3:1 (65.). Immerhin bewiesen die Hildener Moral. Brechmann verkürzte zunächst am linken Pfosten auf 2:3 (70.). Und in der Schlussphase verwertete Selcuk Yavuz einen Pass von Nick Sangl, hob den Ball über den Torwart hinweg zum 3:3 ins Velberter Gehäuse (82.).

In der Folge drängte der VfB 03 auf den Siegtreffer, letztlich aber blieb es bei einem Remis, mit dem beide Kontrahenten leben können. Tim Schneider lobte vor allem die moralische Leistung. „Wir sind zweimal zurückgekommen – das muss man erst einmal schaffen“, betonte der Hildener Chefcoach.