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Fußball: MSV Hilden zieht seine Mannschaft aus der Kreisliga A zurück

Fußball : MSV Hilden zieht seine Mannschaft aus der Kreisliga A zurück

Ein personeller Aderlass macht dem Tabellenvorletzten zu schaffen. Auch der erst im November geholte Trainer Michael Steinke verließ den Verein.

Seit Donnerstagnachmittag ist es offiziell: Der MSV Hilden zieht seine erste Mannschaft aus der Kreisliga A Düsseldorf zurück. In der Tabelle und im Rückrunden-Spielplan ist der MSV somit nicht mehr aufgeführt. Gestrichen ist natürlich auch das für morgen angesetzte Nachholspiel beim Nachbarn SV Hilden-Ost.

Mit einer Stellungnahme gingen die Verantwortlichen des Tabellenvorletzten, zumindest bis gestern Mittag, noch nicht an die Öffentlichkeit. Fakt ist aber, dass in den vergangenen Wochen nicht nur Trainer Michael Steinke – der 55-Jährige steht jetzt beim Düsseldorfer B-Kreisligisten Sportring Eller in der Verantwortung –, sondern auch zahlreiche Spieler dem Verein den Rücken kehrten. Allein schon die personellen Probleme sind ein Grund für den Rückzug aus der Kreisliga A, wo die Mannschaft nach der 0:10-Pleite am 19. Dezember vergangenen Jahres bei Sportfreunde Gerresheim mit nur acht Zählern als Vorletzter in die Weihnachtspause ging.

Unter den Abgängen befinden sich mit Kapitän Mohamed Bajut (zum GSV Langenfeld) und Jeremy Dykoff (zum bisherigen Ligarivalen und Spitzenreiter FC Kosova Düsseldorf) zwei absolute Leistungsträger. Dazu kommen Torhüter Ilias El Hasbouni (Karriereende), Outhmann Allaiti (Rhenania Hochdahl), Al Hassan Lukmann (AC Italia Hilden), Mohamed Aoufi (SV Hilden-Ost) und Noah Mohamed Lakbir (Ziel unbekannt).

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Ein personeller Aderlass, der augenscheinlich nicht zu kompensieren war. Jetzt wollen die Hildener unter der Regie von Faouzi Ohibi (30), der bereits an den ersten elf Spieltagen der Saison 2019/20 als Chefcoach fungierte, mit den Jungs, denen die Klubleitung weiterhin das Vertrauen schenkt, und den Akteuren aus der zweiten Mannschaft, die derzeit in der Kreisliga B, Gruppe 2, auf einem Abstiegsrang steht, ein neues Team zusammenstellen, dass dort zumindest den Klassenerhalt realisieren kann.

„Wir hätten natürlich allzu gerne gespielt, wollten mit einem Sieg gegen einen, wie uns natürlich bekannt war, ersatzgeschwächten MSV unsere wenn auch schwierige Mission Ligaerhalt starten“, sagte Bartek Pawliczek. Der Coach des SV Ost ergänzt: „Es hätte sich wohl schon in diesem Spiel gezeigt, dass wir mit unseren Verstärkungen durchaus Kreisliga A-Niveau haben. Mit dem 4:1-Sieg im Test gegen den SV Hilden-Nord am letzten Sonntag haben die Jungs wieder Selbstvertrauen getankt.“

Pawliczek verhehlt indes nicht, dass die Personalsituation gerade bei den Klubs im unteren Tabellenbereich in der mit 20 Klubs im August an den Start gegangenen Kreisliga A Düsseldorf nicht so einfach in den Griff zu bekommen ist. „Das sind schon körperliche Belastungen für Kreisliga-Fußballer. Auch wir hatten im Oktober, November aufgrund von Verletzungen oder gesperrten Spielern einige Sorgen. Jetzt hat sich die Situation entspannt. Einmal durch unsere Zugänge, aber auch durch die nach Verletzungen wieder zur Verfügung stehenden Jungs. Fest steht, dass der SV Ost in sportlicher Hinsicht noch lebt und wir alles tun werden, um in der Kreisliga A zu bleiben“, so der Übungsleiter des bisherigen Tabellenletzten, der für morgen Nachmittag ein kaderinternes Trainingsspiel angesetzt hat.