Für ME-Sport gibt es auswärts nichts zu holen

Handball : Für ME-Sport gibt es auswärts nichts zu holen

Die Mettmanner Handballer verlieren nun auch die Oberliga-Partie in Mönchengladbach, weil sie in vielen Phasen blass agieren.

Borussia Mönchengladbach - Mettmann-Sport 29:23 (14:12). Wie in den vergangenen Jahren gibt es für die Handballer von ME-Sport bei Borussia Mönchengladbach nichts zu holen. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Tiedermann muss sich klar geschlagen geben. Es war kein gutes Oberligaspiel, das die Zuschauer in der Jahn-Sporthalle sahen. Allerdings erwischten die Unparteiischen einen noch schlechteren Tag als beide Mannschaften. „Wir sprechen nicht gerne darüber. Die Schiedsrichter haben aber heute in der ein oder anderen Situation kein gutes Händchen gehabt und viele Entscheidungen zu unserem Nachteil ausgelegt“, waren sich Tiedermann und sein Co-Trainer Andre Loschinski einig.

Mit einer offensiven Abwehr wollten die Mettmanner das Angriffsspiel der Hausherren unterbinden, zu Ballgewinnen kommen und ihr starkes Tempospiel aufziehen. Nach fünf Minuten war der Plan hinfällig. Denn Moritz Horn, der an der Spitze verteidigte und eine wichtige Rolle im offensiven Abwehrverbund spielte, kassierte bereits die zweite Zeitstrafe. Tiedermann war gezwungen, die Defensive umzustellen. „Eine harte und nicht nachvollziehbare Entscheidung“, meinte der Trainer und musste in der Folge mit ansehen, wie sein Team immer wieder benachteiligt wurde.

Es entwickelte sich im ersten Durchgang eine Partie auf Augenhöhe. Insgesamt wirkte die Borussia jedoch motivierter, wollte den Sieg mehr, was sich besonders im beherzten Zugreifen der Abwehr ausdrückte. Die Mettmanner lagen immer wieder in Rückstand, glichen aber stets aus und gestalteten die Partie trotz eines knappen Halbzeitrückstandes offen. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Daniel Pannitz mit einem Doppelpack für die Borussia auf 18:15 (40.) und brach damit den Kampfgeist der Mettmanner. Die Gäste versuchten es anschließend mit der Brechstange, schlossen ihre Angriffe zu früh ab und kassierten dadurch immer wieder schnelle Gegentore.

„Glückwunsch an Mönchengladbach“, zeigte sich Tiedermann als fairer Verlierer und ging mit seinem Team hart ins Gericht: „Es war trotz der Missstände insgesamt keine gute Vorstellung von uns. Da müssen wir deutlich besser spielen und in den einzelnen Situationen abgeklärter auftreten.“ Eine starke Partie zeigte Christopher Königs im linken Rückraum, der nach 20 Minuten für den glücklosen Lucas Klein aufs Feld kam. Auch in Überzahl blieben die Mettmanner blass und nutzten die sieben Zeitstrafen gegen die Gastgeber zu wenig. Durch die dritte Auswärtsniederlage in Folge rutscht ME-Sport auf Rang fünf ab, während die Borussia nun Dritter ist.

ME-Sport: Hüttel – Klein (3), Verholen (1), Maesch (4), Mandlik (1), Falkenberg (1), Wittenberg (3), Königs (5), Hebel (2), d’Avoine (3/1), Horn, Pusch.

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