Handball: Frauen-Oberligist MESport steht vor dem Zerfall

Handball : Frauen-Oberligist MESport steht vor dem Zerfall

Völlig entspannt können die Handballerinnen von MESport am Samstag (18 Uhr, An den Sportplätzen, Nettetal) beim TV Lobberich in ihr letztes Meisterschaftsspiel gehen. Denn wie Mettmanns Mannschaftsführerin Kim Spiecker, die zugleich Frauenwartin des Vereins ist, am Montagmittag unserer Zeitung gegenüber schriftlich erklärte, wird der Oberligist, unabhängig vom sportlichen Ausgang in dieser Saison, in der nächsten Spielzeit in der Verbandsliga starten. Damit steht der Drittletzte neben Bottrop als zweiter Absteiger fest. Zudem kündigte die Linkshänderin an, nicht mehr für das ME-Sport-Team aufzulaufen. Somit reiht sich Spiecker in die lange Liste der Abgänge, die das Oberliga-Team verzeichnet. Mit Lena Wiedemann, Lena Tiedermann, Jana Bärz und Franziska Wittig bleiben laut Spiecker lediglich vier Spielerinnen, die in der nächsten Saison mit dem Kader der in der Landesliga spielenden zweiten Frauenmannschaft ein Team bilden sollen.

Einen neuen Trainer konnte die erfahrene Handballerin, die sich nicht dazu äußerte, welche offizielle Rolle sie in Zukunft im Verein Mettmann-Sport ausfüllt, allerdings immer noch nicht präsentieren. Bekanntlich hören Stefanie Veermann, Coach des Oberliga-Teams, und Torwart-Trainerin Anja Schneider nach der Saison ebenfalls auf. Auch wenn die beiden sich zum Abschied sicherlich einen Sieg wünschen, um den Klassenerhalt - ungeachtet der Vereinspläne - aus eigener Hand zu sichern, haben die Verantwortlichen von ME-Sport im Moment sicher andere Sorgen als die zwei Punkte, die es in Lobberich noch zu holen gibt.

(erd)