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Kanu: Florian Beste und Sören Loos qualifizieren sich für die U 23-EM

Kanu : Florian Beste und Sören Loos qualifizieren sich für die U 23-EM

Die Kanuten des KC Hilden schaffen im Zweier-Canadier als drittes Paar den Sprung ins Nationalteam. Jetzt wollen die beiden auch bei der Europameisterschaft in Krakau Ende August glänzen.

Die frohe Kunde kam gestern am späten Abend: Florian Beste und Sören Loos stehen im Nationalkader für die U 23-Europameisteschaft, die Ende August im polnischen Krakau über die Bühne geht. Als drittes Paar qualifizierten sich die beiden Kanuten des KC Hilden im Zweier-Canadier für die Titelkämpfe. Seinen ersten internationalen Auftritt hatte das Duo 2013 bei der Junioren-EM und -WM. 2014 misslang das Unterfangen wegen einer schweren Verletzung von Florian Beste. Nun aber wollen die beiden Gymnasiasten einen neuen Anlauf machen.

Zunächst sah es noch so aus, als könnte den Hildener Canadier-Fahrern ein neu eingeführtes Zeitlimit einen Strich durch die Rechnung machen. "In zwei von vier Rennen muss man einen bestimmten Prozentwert erreichen, um nominiert zu werden", erläutert Mira Louen. Doch die U 23-Bundestrainerin beruhigt: "Erst im letzten Jahr in der U 23, wenn die Athleten auf dem Sprung zur Leistungsklasse sind, wird das wirklich eng gesehen, denn der Verband will über die vier Jahre eine Entwicklung sehen." Für Beste und Loos ist es jedoch das erste Jahr in der U 23 - und da gibt es noch einen besonderen Schutz. Die beiden atmeten nach der psychisch anstrengenden Qualifikation jedenfalls tief durch.

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Die Leistung ist um so beachtlicher, da die beiden Kanuten in den vergangenen Monaten nur selten miteinander trainieren konnten. Während Florian Beste noch in Hilden zur Schule geht, zog Sören Loos im Sommer vergangenen Jahres nach Augsburg um, weil der 18-Jährige neben der schulischen Ausbildung ganz auf die Karte Sport setzen will. Ein Schritt, der sich lohnte. "Er ist technisch stabiler geworden", berichtet Mira Louen, die noch vor zwei Jahren seine Heimtrainerin beim KC Hilden war. Die räumliche Trennung der beiden Athleten sieht die U 23-Bundestrainerin dagegen ganz locker. "Sören und Florian haben es schon immer so gehalten, dass sie nicht regelmäßig gemeinsam trainiert haben, sondern bevorzugt im Einer-Canadier", sagt sie. Und hebt zugleich einen wesentlichen Vorteil hervor: "Im Lauf der Saison werden sie dann aber im Gegensatz zu den anderen von Wettkampf zu Wettkampf besser."

Darauf hoffen die beiden Hildener auch in diesem Jahr, um vielleicht bei der EM den Finallauf zu erreichen. Zumal die Nervosität in den Qualifikationsläufen oftmals größer ist. "Schließlich hängt davon der Verlauf einer ganzen Saison ab. Wer's nicht packt, dem bleibt nur noch die Deutsche Meisterschaft, ansonsten ist die Saison gelaufen", weiß Louen. Die Erfahrung machte jetzt Florian Beste, der wegen einer umstrittenen Torfehlerentscheidung im Einer-Canadier den Sprung ins Einzel verpasste. Sören Loos dagegen hat gute Chancen, im Einer-Canadier bei der Junioren-EM zu starten. "In Lofer brauche ich nur noch mit einem guten Lauf unter die ersten Drei zu fahren, um ins Junioren-Nationalteam zu kommen", sagt der Schüler selbstbewusst.

(RP)