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Fußball: FCW steigt in die Oberliga auf

Fußball : FCW steigt in die Oberliga auf

Die Wülfrather rutschen durch die Niederlage gegen den Wuppertaler SV Borussia II in der Fußball-Niederrheinliga auf Platz 14 ab, profitieren aber vom Rückzug des 1. FC Viersen in die Landesliga.

1. FC Wülfrath – Wuppertaler SV Borussia II 1:2 (0:0). Bereits vor dem Anpfiff war die Luft raus aus dem mit Spannung erwarteten Niederrheinliga-Derby. Denn am Wochenende meldete der 1. FC Viersen dem Fußballverband, dass er auf einen etwaigen Aufstieg in die neue Oberliga Niederrhein verzichten wird. "Da waren wir erleichtert, da es nach der klaren 0:4-Niederlage bei TuRU für uns hinsichtlich der Oberliga-Qualifikation verdammt eng geworden ist. Jetzt freuen wir uns auf die neue Spielklasse", betonte ein sichtlich zufriedener Vorsitzender Michael Massenberg vor dem Anpfiff. Stadionsprecher Uli Riedmüller verabschiedete vor dem Anpfiff die Spieler Ganesh Pundt, Dominik Rauner, Emre Bektas, Ibo Bayractar sowie die Torhüter Marcel Grote und Volker Meßmann, die den FCW verlassen.

Es war der Begegnung anzumerken, dass es um nichts mehr ging. Vor allem im ersten Durchgang spielte sich das Geschehen zumeist im Mittelfeld ab. Torszenen waren kaum zu verzeichnen. Bei einer der wenigen Offensivaktionen strich der Ball nach einem Schrägschuss von Dennis Levering knapp über die Latte (18.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff gab es eine Riesenmöglichkeit für den FCW, als Dennis Levering völlig frei vor Torwart Marc Schmidt auftauchte, dieser aber geschickt den Winkel verkürzte.

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Im zweiten Durchgang wurde die Partie etwas lebhafter, ohne jedoch gutes Niederrheinliga-Niveau zu erreichen. Die 1:0-Führung (72.) für die Gastgeber fiel, als der aufgerückte Außenverteidiger Martin Osei nach einer langgezogenen Flanke aus dem Mittelfeld den Ball per Kopf über den WSV-Keeper hob. "Das war jetzt die sportliche Qualifikation für die Oberliga", kommentierte Uli Riedmüller den Treffer. Es dauerte aber nur zwei Minuten, da kamen die Wuppertaler bereits zum Ausgleich. Ausgerechnet der Ex-Wülfrather Ramiz Pasiov schloss eine feine Einzelleistung erfolgreich ab. Spannend verlief die Schlussphase. Zunächst hatte Benedikt Schröder Pech, als das Leder nach seinem Distanzschuss in Billardmanier von dem einem Innenpfosten zum anderen sprang (88.). In der Schlussminute bejubelten die Gäste dann doch noch den Siegtreffer, als Toni Mustos nach einer Hereingabe den Ball ins lange Ecke beförderte.

"Das Spiel heute war ein Spiegelbild der gesamten Saison", sagte Frank Kurth. "Wir hatten mehrere gute Chancen, die wir sträflich ausgelassen haben – der WSV nutzte dagegen seine Möglichkeiten clever. Hinzu kommt, dass wir mit Carlo Cavalieri erneut einen Verletzten zu beklagen hatten." Der Wülfrather schied bereits in der ersten Halbzeit (29.) mit Verdacht auf Bänderriss aus.

Frank Kurth unterstrich noch einmal, wie schwierig die Qualifikation war, denn im Laufe der Niederrheinliga-Runde zeigte sich, dass einigen Akteuren des FCW die spielerische Qualität fehlte. "Ich freue mich aber, dass nach fünfjähriger Tätigkeit für den FCW die Oberliga-Qualifikation ein krönender Abschluss für mich ist. Dem Verein wünsche ich weiterhin viel Erfolg."

(klm)