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Fußball: FCW steigert sich nach der Pause

Fußball : FCW steigert sich nach der Pause

Im Derby der Fußball-Niederrheinliga behalten die Wülfrather mit 3:1 die Oberhand über den SV Hilden-Nord. Während sich die Kurth-Elf Hoffnungen auf die Oberliga-Qualifikation macht, verliert das Schlusslicht damit weiter an Boden.

1. FC Wülfrath – SV Hilden-Nord 3:1 (2:1). Die Wülfrather setzten sich im Derby der Fußball-Niederrheinliga aufgrund einer deutlichen Steigerung im zweiten Durchgang verdient durch. Schlusslicht SV Nord kann nach dieser Niederlage wohl mit den Planungen für die Landesliga beginnen, während der FCW der Qualifikation für die Oberliga einen weiteren Schritt näherkam. Dabei war über weite Strecken der Begegnung kein großer Leistungsunterschied zu erkennen. Das bestätigte auch Frank Kurth. "Kompliment an den SV Nord. Diese Mannschaft hat uns alles abverlangt und spielte nicht wie ein voraussichtlicher Absteiger. Da wir in der zweiten Halbzeit die Partie dominierten, geht der Sieg für uns aber in Ordnung", erklärte der FCW-Trainer.

Dem guten Niveau seiner Mannschaft passte sich Thomas Knüfermann allerdings nicht an. Denn der SVN-Trainer hielt es nicht für nötig, der Presse nach dem Spiel Rede und Antwort zu stehen, sondern ging wortlos in die Kabine und verweigerte auch später jeden Kommentar. Dabei war er während der Begegnung auf unangenehme Weise an der Seitenlinie sehr laut. Frank Kurth, der sich sonst nicht kritisch über Kollegen äußert, hatte einen dicken Hals. "Ich habe in meiner langjährigen Trainertätigkeit schon viel erlebt. Was der Hildener Coach heute an der Seitenlinie aufführte, spottet jeder Beschreibung. Er meinte jegliche Unzulänglichkeiten des Schiedsrichters und der Spieler kommentieren zu müssen. Das war einfach ganz mieser Stil."

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Von Beginn an entwickelte sich eine muntere Partie, in der zunächst der SV Nord die Akzente setzte. Die Hildener gingen aggressiv in die Zweikämpfe und agierten druckvoll. Stürmer Matthias Castens, mit dem FCW-Abwehrkraft Martin Osei viele Probleme hatte, vergab aus kurzer Distanz (9.). Wenig später gingen die Gäste dennoch mit 1:0 in Führung, als Abdoulaye Kourouma den Ball aus 14 Metern unter die Lattenunterkante knallte und der Unparteiische zur Überraschung der Zuschauer und der Wülfrather Verantwortlichen auf Tor entschied. Fast wie eine Konzessionsentscheidung wirkte es zwei Minuten später, als Markus Fürguth das Leder von der Strafraumgrenze ebenfalls unter die Lattenunterkante jagte und der Schiri auch dieses "Wembley-Tor" anerkannte.

Die nächst große Chance hatten erneut die Norder, als Castens mit einem Kopfball nur den Pfosten traf (24.). Florian Grün scheiterte mit zwei strammen Distanzschüssen an Torwart Sebastian Herweg. Dann zeigte der Referee kurz vor der Pause etwas überraschend auf den Elfmeterpunkt. Dominik Donath soll bei einem Zweikampf im Strafraum ein Handspiel begangen haben. FCW-Kapitän Engin Kizilaslan verwandelte den Strafstoß sicher zum 2:1.

In der zweiten Halbzeit nahmen die Wülfrather das Heft immer mehr in die Hand und kontrollierten das Geschehen. Ibo Bayraktar verfehlte mit einem Hammer aus 18 Metern knapp das Tor (65.). Fünf Minuten später setzte sich Ganesh Pundt gegen zwei Norder durch und markierte mit einem Flachschuss aus 20 Metern das 3:1. Kurz darauf sah Martin Haschke die gelb-rote Karte. Die Hildener konterten gelegentlich und hätten fast noch den Anschlusstreffer erzielt, als Maximilian Nendza freistehend aus kurzer Distanz vergab (88.).

(klm)