Fußball FCW-Fußballerinnen holen Punkt beim Spitzenreiter

Fußball · Essen-Schönebeck II – 1. FC Wülfrath 1:1 (1:0). Das "Wunder von Wülfrath" geht weiter: Die FCW-Fußballerinnen verlängerten ihre Erfolgsserie und eroberten nach drei Siegen gegen ebenfalls abstiegsgefährdete Konkurrenten nun sogar einen Zähler beim Niederrheinliga-Spitzenreiter.

 Laura Tognocchi erzielt bei einem Konter auf Vorlage von Melissa Gracic den 1:1-Ausgleich.

Laura Tognocchi erzielt bei einem Konter auf Vorlage von Melissa Gracic den 1:1-Ausgleich.

Foto: jan

Essen-Schönebeck II — 1. FC Wülfrath 1:1 (1:0). Das "Wunder von Wülfrath" geht weiter: Die FCW-Fußballerinnen verlängerten ihre Erfolgsserie und eroberten nach drei Siegen gegen ebenfalls abstiegsgefährdete Konkurrenten nun sogar einen Zähler beim Niederrheinliga-Spitzenreiter.

"In Essen haben wir keine Punkte eingeplant", hatte Trainer Dirk Koslat betont. Allerdings werde man sich beim Regionalliga-Absteiger aber auch nicht kampflos geschlagen geben.

"Es war sicherlich ein glücklicher Sieg", gibt Dirk Koslat unumwunden zu. "Die Essenerinnen waren klar überlegen. Wir haben aus einer kompakten Abwehr auf Konter gesetzt und letztlich einen Punkt mitgenommen." Der Teilerfolg wird sogar noch aufgewertet, da der FCW stark ersatzgeschwächt antreten musste.

Sandra Koßmann "Weltklasse"

Die erste Chance hatten sogar die Wülfratherinnen: Melissa Gracic, als einzige Angreiferin aufgeboten, lief allein auf die SG-Torhüterin Jil Strüngmann zu, schon den Ball aber am Kasten vorbei (11.). Dann mussten die Gäste auch noch einen Rückschlag verkraften: Abwehrchefin Nicole Driesch lenkte eine scharf hereingetretene Ecke mit dem Kopf unglücklich ins eigene Tor (20.). "Das war Pech", zeigte der FCW-Coach Verständnis. Die Essenerinnen waren zwar optisch überlegen, hatten aber gegen die konsequente Wülfrather Defensive nur wenige zwingende Chancen. Das hohe Engagement der Wülfratherinnen wurde bereits kurz nach dem Wiederanpfiff belohnt: Bei einem weiteren Konter bediente Melissa Gracic die mitgelaufene Laura Tognocchi, die das Leder an der herausstürzenden Jil Strüngmann zum 1:1-Ausgleich ins Netz schob (50.).

"Danach haben uns die Essenerinnen in unserer eigenen Hälfte eingeschnürt", beschreibt Dirk Koslat den Sturmlauf. "Aber wir hatten mit Sandra Koßmann eine Torhüterin in Weltklasse-Form zwischen den Pfosten." So blieb es beim letztlich durchaus glücklichen 1:1. "Wenn die klar überlegenen Essenerinnen ihre Chancen nicht nutzen, haben sie auch den Sieg nicht verdient."

SG Essen-Schönebeck II: Jil Strüngmann — Katrhin Lambrecht (69. Elisa Halbach), Sandra Glahn, Meike Dworak, Monique Langpohl, Kyra Malinowski, Verena Borges, Stefanie Rohrbeck (57. Sarah Mellerke), Morvenna Dietz, Michelle Böhmke, Laura Kuhlmann.

1. FC Wülfrath: Sandra Koßmann — Vanessa Becker, Natascha Laier, Stephanie Strehlke, Nicole Driesch, Fatma Alkan, Debbie Pisula, Silke Hasselmann, Melissa Gracic, Laura Tognocchi, Nadine Dell Anna.

Niederrheinpokal-Viertelfinale

Bereits am Donnerstag wartet die nächste Pflichtaufgabe auf die FCW-Fußballerinnen: Um 20 Uhr wird am Erbacher Berg das Niederrheinpokal-Viertelfinale gegen den Ligarivalen SV Hemmerden angepfiffen. "In der Meisterschaft haben wir sehr deutlich mit 0:4 verloren und werden deshalb versuchen, mit der Essener Taktik zum Erfolg zu kommen", kündigt Dirk Koslat an. Sollten die Wülfratherinnen die Runde überstehen, würden sie schon am Sonntag um 13 Uhr — erneut am Erbacher Berg — auf den Meisterschatftsrivalen TB Heißen treffen.

(RP/rl)
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