Fußball: Erhan Albayrak vom KFC zur TuRU

Fußball : Erhan Albayrak vom KFC zur TuRU

"Der Kapitän bleibt an Bord", hieß es noch am Montag. Erhan Albayrak wollte seinen Vertrag beim KFC Uerdingen verlängern. "Die Entscheidung hat sich sehr verzögert, weil ich noch nicht eben wenig Geld aus der vergangenen Saison bekomme. Aber das wird jetzt geregelt", hatte der 34-Jährige gegenüber unserer Redaktion erklärt.

Bereits am Samstag hatte er angekündigt, sich mit dem Vorsitzenden Lakis zusammenzusetzen und abschließend zu verhandeln – vor allem über das Gehalt. "Es sind gegenüber dem Vorjahr reduzierte Bezüge", betonte Erhan Albayrak.

Hinhaltetaktik

Doch nun folgte die Kehrtwendung im Vertragspoker mit Erhan Albayrak: Der Kapitän wird den Aufsteiger in die NRW-Liga verlassen. "Meine Entscheidung steht fest. Ich habe keine Lust mehr auf die Hinhaltetaktik von Herrn Lakis", begründete Erhan Albayrak im Gespräch mit der Redaktion seinen Entschluss.

Der ehemalige Profi-Fußballer, der 2002 mit Arminia Bielefeld in die Bundesliga aufgestiegen war, hatte ein neues Vertragsangebot vom KFC zu deutlich reduzierten Bezügen bekommen und noch am vergangenen Sonntag angekündigt, den Vertrag am gleichen Abend zu unterschreiben. Allerdings sei bei dem Gespräch mit Vereinsboss Lakis bei ihm der Eindruck entstanden, sportlich nicht mehr gebraucht zu werden: "Mich so behandeln zu lassen, habe ich nicht verdient. Es war eine schöne Zeit beim KFC, der Verein liegt mir sehr am Herzen. Ich wollte eigentlich meine Karriere hier beenden."

Erhan Albayrak wollte am Freitag bei einem anderen Verein unterschreiben – beim Niederrheinligisten TuRU 80 Düsseldorf, gegen den sich der KFC in der vergangenen Saison denkbar knapp im Aufstiegskampf durchgesetzt hatte.

Keine Stammplatz-Garantie

Der Uerdinger Vereinschef Lakis bedauert den Entschluss: "Schade, dass Erhan zur TuRU nach Düsseldorf geht. Sportlich wird er aber immer als unser Kapitän in der Aufstiegssaison in Erinnerung bleiben. Auf der anderen Seite muss man jedoch auch bedenken, dass wir sechs Stürmer haben, von denen niemand eine Stammplatzgarantie bekommt."

(RP)
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