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Lokalsport: Eine neue Hockey-Hochburg soll entstehen

Lokalsport : Eine neue Hockey-Hochburg soll entstehen

Hans-B. Adams, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit beim Fusionsverein Mettmanner Tennis- und Hockeyclub 1903/1980 (MTHC), lässt den Blick schweifen über die großzügige Tennis- und Hockeyanlage am Stadtwald. "Nicht nur ich gehe mit einem weinenden Auge zum neuen Sportzentrum Auf dem Pfennig in Metzkausen. Die Anlage am Stadtwald war für mich eine der schönsten in ganz Nordrhein-Westfalen."

Am Samstag, 25. August, steigt am Stadtwald ab 18.30 Uhr das Sommer- und Abschlussfest. Direkt nach der am Samstag, 15. Septemberg, geplanten feierlichen Eröffnung des neuen Klubhauses in Metzkausen beginnt die Hockey-Abteilung mit dem Spielbetrieb auf dem neuen Kunstrasenplatz. Zwei Tage später nimmt die Sparte Tennis in der neuen Vier-Feld-Halle im Metzkausener Sportzentrum den Trainings- und Spielbetrieb auf.

Hans-B. Adams blickt nicht nur mit Wehmut zurück, sondern nimmt die in Kürze anstehenden Veränderungen an und blickt optimistisch nach vorn. "Wir bekommen sowohl für den Hockey- als auch für den Tennisbereich vorzügliche Sportanlagen, die höchsten Ansprüchen genügen." Dabei verweist er auf die zwölf Tennis-Außenplätze und die vier Hallenplätze. "Das Hockeystadion wird ein Schmuckstück. Dort kann in Zukunft die Kreisstadt Mettmann wieder zu einer Hockey-Hochburg werden und an alte Glanzzeiten anknüpfen." Immerhin stellte der frühere THC Mettmann 1972 mit Torhüter Wolfgang Rott einen Hockey-Olympiasieger. Adams verweist mit Glanz in den Augen auf den einstigen "Cup der Meister". "Damals war unsere Anlage am Stadtwald der zweite Hockeyplatz in Deutschland überhaupt, der über einen Kunstrasenbelag verfügte. Da hatte ich keine Probleme, die besten Deutschen Hockey-Teams zu unserem Turnier einzuladen. Da war wirklich die Crème de la Crème am Start." Der "Cup der Meister" übertrug sogar die Sportschau.

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Dass der MTHC in Zukunft wieder über eine tolle Hockeyanlage verfügt, hat sich in der Szene schon herumgesprochen. Einige gute Spieler klopften bereits an. "In Kürze werde ich drei Neuzugänge präsentieren", erklärt Adams, der zuletzt als Trainer mit dem Hockey-Team des THC in die 1. Verbandsliga aufstieg. Das Traineramt gab er mittlerweile ab. "Wir haben mit dem Ex-Bundesligaspieler Carsten Kaltenbrunn einen absoluten Hockey-Fachmann als Nachfolger verpflichtet, mit dem wir einiges erreichen wollen", betont Adams.

Die 1. Verbandsliga sieht der engagierte Pressechef nur als Durchgangsstation. "Wir streben den Durchmarsch in die Oberliga an und sehen uns mittelfristig in der Regionalliga." Wichtig ist für ihn, dass die Hockeyabteilung eine sehr gute Nachwuchsarbeit betreibt, so dass für einen vernünftigen Unterbau gesorgt ist. Wenn er auch vom neuen Hockeyplatz grundsätzlich begeistert ist, hat Adams doch etwas auszusetzen. "Die Flutlichtmasten sind etwas unglücklich platziert worden. Da habe ich Bedenken, ob die Anlage richtig ausgeleuchtet wird."

Nicht ganz so hohe Ziele wie beim Hockey setzt sich der MTHC im Bereich Tennis. "Da setzen wir vordergründig auf den Breitensport ohne den Leistungssport zu vergessen." In der Jugend tummeln sich einige Talente, die sich in Ruhe entfalten sollen. "Da kann sich später etwas sehr Positives entwickeln." Wichtig ist für Hans-B. Adams die Tatsache, dass sich im neuen Fusionsvereins nach und nach das "Wir-Gefühl" steigert. "Da zuletzt wegen der Baumaßnahmen ihn Metzkausen alle sportlichen Aktivitäten am Stadtwald über die Bühne gingen, sind sich die Mitglieder des ehemaligen THC Mettmann und des MTC 80 schnell nähergekommen." Adams lobt besonders Ökonom "Jemo" Jevremovic, der viel zum Zusammenhalt beigetragen habe. "Wir freuen uns alle darüber, dass sich Jemo entschlossen hat, nach seiner langjährigen Tätigkeit am Stadtwald nun das Klubheim in Metzkausen zu übernehmen", betont Adams.

(klm)