Handball: Eindeutige Rollenverteilung

Handball : Eindeutige Rollenverteilung

Die ME-Sport-Handballer sind beim Spitzenreiter TuS Niederwermelskirchen krasser Außenseiter.Der Oberligist will sich gut verkaufen, hat aber auch noch nicht die unglückliche Hinspiel-Niederlage vergessen.

TuS Niederwermelskirchen – Mettmann-Sport. Samstag, 15. September, im Mettmanner Herrenhaus. Die ME-Sport-Handballer liegen nach Treffern von André Loschinski (2), Maik Schneider und Christian Klein mit 24:21 in Führung (45.). Ein Triumph über den Oberliga-Favoriten scheint möglich. Dann nimmt TuS-Trainer René Witte eine Auszeit und schickt Ilja Fuchs ins Tor zurück. Der Routinier wehrt einen freien Wurf von Kreisläufer Jens Buss und beim 26:26 einen Siebenmeter von Christian Klein ab. Erwin Reinacher markiert das 27:26, André Loschinski gleicht 20 Sekunden vor dem Ende aus. Mit der Schlusssirene ertönt nach einem Zweikampf zwischen Matthias Späth und Daniel Funk ein Pfiff. Die Schiedsrichter entscheiden aber nicht – wie allseits erwartet – auf Stürmerfoul, sondern auf Siebenmeter, den Philipp Schlösser zum glücklichen 28:27-Gästesieg verwandelt.

Duell auf Augenhöhe

Die damalige Partie war noch ein Duell auf Augenhöhe. Inzwischen trennen die Oberligisten aber Welten. Während Spitzenreiter Niederwermelskirchen mit bereits sechs Punkten vor dem Verfolger Remscheid klar auf Aufstiegskurs ist, trennen ME-Sport nur drei Zähler vom ersten Abstiegsplatz. Mit dem Sieg in Mettmann begann für die TuS-Handballer eine Erfolgsserie von 14 Siegen, die nur durch einen Ausrutscher in Düsseldorf (24:25) unterbrochen wurde. Zuletzt „revanchierte“ sich der Spitzenreiter mit dem 35:29 in Kapellen für den Punktverlust am zweiten Spieltag (32:32).

Trufan und Schumacher geholt

Die Oberbergischen haben eine erfahrene Truppe mit Routinier Ilja Fuchs und dem jungen Thilo Faust im Tor, den Rückraum-Assen Miro Dvoroznak, Thomas Grugel und Erwin Reinacher, den Flügelflitzern Knut Niegetiet, Alex Jentsch, Daniel Funk und Philipp Schlösser sowie den Kreisläufern Michael Göhre, Markus Mangold und David de la Fuente. Ihren langzeitverletzten Spielmacher Lars Hepp haben sie kürzlich durch Maxim Trufan (Radevormwald/Herbeck) ersetzt, zuletzt auch noch Lukas Schumacher vom Zweitliga-Aufsteiger Korschenbroich geholt. Der Linksaußen hatte in Kapellen einen gelungenen Einstand. Mit diesem Team, das auf allen Position doppelt besetzt ist, dürften die Niederwermelskirchener auf dem Weg in die Regionalliga nicht zu stoppen sein.

Entsprechend eindeutig ist auch die Rollenverteilung am Sonntag: Der Regionalliga-Absteiger aus Mettmann ist krasser Außenseiter. Angesichts dieser Ausgangslage können die ME-Sport-Handballer, die auch die unglückliche Hinspiel-Niederlage noch nicht vergessen haben, aber nur gewinnen. Zudem hatte die Truppe von Coach Lutz Plümacher zuletzt beim 30:30 in Hiesfeld und beim 34:21 gegen Neuss überzeugt, kann zudem wohl in Bestformation antreten.

(RP)
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