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Dritte Liga: TB Wülfrath tritt mit dezimiertem Kader in Mainz an

Handball : Drittligist TB Wülfrath tritt mit dezimiertem Kader in Mainz an

Die Vorzeichen stehen nicht gut. Weil etliche Spielerinnen ausfallen, sinken die Chancen des TBW, nach dem Heimerfolg über Leverkusen jetzt auch den ersten Auswärtssieg einzufahren.

1. FSV Mainz 05 II – TB Wülfrath. Der Jubel nach dem Auftakterfolg über den TSV Bayer Leverkusen II war groß, doch vor der Drittliga-Begegnung in Mainz sank der Stimmungspegel im Wülfrather Lager doch etwas. „Die Woche ist doof gelaufen“, gesteht Michael Cisik. „Damit meint der TBW-Coach vor allem die krankheitsbedingten Ausfälle im Training. Paula Stausberg und Kirsten Buting meldeten sich mit einer Erkältung ab, Lisa Sippli musste einer Gehirnerschütterung Tribut zollen. Hinter allen drei Spielerinnen steht für die Partie in Mainz noch ein dickes Fragezeichen. Dazu konnte Simone Fränken berufsbedingt nur wenig trainieren. Torfrau Johanna Giebisch verabschiedete sich in den Urlaub – Lisa Klanz muss es an diesem Samstag (15 Uhr) also ganz allein zwischen den Pfosten richten. Und Luisa Kieckbusch konnte ihren Dienst nicht tauschen – damit fehlt auch eine sichere Siebenmeter-Werferin. Melina Otte und Julia Kürten sind noch verletzt.

Michael Cisik hadert mit der Situation, auch wenn er sich diplomatisch äußert. „Irgendwie ist das bescheuert“, sagt er. „Da haben wir so einen tollen Aufschlag in die Saison gemacht und jetzt fehlen uns die Leute.“ Dabei scheint die Mainzer Mannschaft in die Kategorie machbar zu gehören, auch wenn Cisik betont: „Eine junge Truppe, die schnellen und offensiven Handball spielt – es macht Spaß, ihnen zuschauen.“

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Ähnlich charakterisierte der TBW-Chefcoach aber auch die Bayer-Zweite – und am Ende behielt sein Team die Oberhand. Daher gibt sich Cisik wieder kämpferisch: „Die Voraussetzungen sind nicht gut, aber vielleicht können wir die Ausfälle kompensieren.“ Denn letztlich hielten die Mainzerinnen die Partie bei der TSG Eddersheim nur in der ersten Halbzeit mit 12:12 offen – am Ende unterlagen sie mit 21:26. Der TBW hingegen trumpfte zuletzt erst nach der Pause richtig auf. Auch deshalb unterstreicht Cisik noch einmal: „Wir sind nicht chancenlos.“ Dabei muss er in Mainz übrigens auch auf die Unterstützung durch seinen Co-Trainer Jörg Büngeler verzichten, der ebenfalls im Urlaub weilt.