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Dritte Liga: Dezimierter TB Wülfrath verliert beim 1. FC Köln

Handball : Dezimierter TBW verliert beim 1. FC Köln

Nach einer über weite Strecken schwachen Vorstellung steht den Wülfrather Drittliga-Handballerinnen die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Trotz der Niederlage bleiben sie auf dem dritten Tabellenplatz.

1. FC Köln 01/07 – TB Wülfrath (Frauen) 24:20 (14:7). Trotz der ersten Niederlage in dieser Saison behaupten die TBW-Handballerinnen weiterhin den dritten Platz in der Staffel D der Dritten Liga. Das ist allerdings nur ein kleiner Trost für die Mannschaft von Michael Cisik, die in Köln über weite Stecken kein Land sah und am Ende enttäuscht das Spielfeld verließ. Derweil arbeiteten sich die Kölnerinnen durch den Sieg in der Tabelle auf Rang vier hoch und stehen damit direkt hinter dem Wülfrather Team.

Erstmals in dieser Meisterschaftsrunde bot der TBW eine schwache Vorstellung. Das lag allerdings nicht nur an den Ausfällen, denn die Langzeitverletzten Jule Kürten und Melina Otte fehlten schon an den ersten drei Spieltagen, Urlauberin Friederike Büngeler bereits im erfolgreichen Heimspiel vor einer Woche gegen Gedern/Nida. Schwerer wog da schon das Fehlen von Kreisläuferin Simone Fränken, deren Dienst am Spieltag länger als geplant dauerte. Und am Morgen der Partie meldete sich auch noch Katharina Karbowski krank ab.

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Trotz der schlechten Vorzeichen hielten die Wülfratherinnen das Spiel zehn Minuten lang offen, lagen nur mit 4:6 zurück. Dann aber legten die Kölnerinnen einen 8:1-Lauf zum 14:5 (25.) hin – die Vorentscheidung. „Köln war ein starker Gegner, hat aus dem Rückraum Druck erzeugt und gut über den Kreis gespielt“, beschrieb Michael Cisik die Qualitäten des 1. FC. Der eigenen Mannschaft hingegen bescheinigte der TBW-Coach: „Wir haben nicht das passende Gegenmittel gefunden, waren zu passiv, haben Köln ins Spiel kommen lassen und Jule Killmer am Kreis nicht in den Griff bekommen – sie hat sieben Tore erzielt.“

Die Tugenden, die in den ersten drei Begegnungen zum Erfolg führten, ließen die Gäste diesmal komplett vermissen. „Vorne fehlten der Druck und das engagierte Spiel – die Verantwortung wurde weitergegeben“, legte Cisik den Finger in die Wunde. Zwar fanden die Wülfratherinnen nach der Pause besser in die Partie und holten kurz vor dem Ende sogar bis auf 20:22 (57.) auf, doch dann leisteten sich die TBW-Handballerinnen einen kapitalen Fehlpass, den der Gegner zur 23:20-Führung nutzte. Damit war die Chance, vielleicht doch noch eine Punkteteilung zu erreichen, ad acta gelegt. „So ein routinierter Gegner spielt das runter“, stellte Michael Cisik fest.

Dabei versöhnte gerade der Auftritt in der zweiten Halbzeit den Trainer etwas. „Plötzlich lief es ganz gut, wir haben weniger Fehler gemacht und mutig gespielt“, sagte Cisik. Letztlich blieb ihm als Fazit nur die Feststellung: „Die erste Halbzeit hat mich besonders geärgert, das war ein Rückschritt. Wir haben vier Siebenmeter verworfen – das Spiel hätte auch anders ausgehen können.“ Und die Erkenntnis: „So eine Mannschaft muss auch mal Charakter zeigen. Sie ist viel zu emotionslos ins Spiel gegangen.“ Den puschenden Part übernimmt sonst Simone Fränken.

Nächstes Wochenende hat das TBW-Team spielfrei. Erst am 9. Oktober geht es zu Hause gegen die HSG Kleenheim-Langgöns weiter.