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Dritte Liga: Aufsteiger TB Wülfrath erkämpft ersten Sieg

Handball : Dritte Liga: Aufsteiger TB Wülfrath erkämpft ersten Sieg

Vor eigenem Publikum machen die Wülfrather Handballerinnen mit einem entschlossenen Auftritt nach der Pause die ersten beiden Punkte in der Dritten Liga fest. Für Trainer Michael Cisik kommt der Erfolg nicht unerwartet.

TB Wülfrath – HSG DJK Marpingen/SC Alsweiler 27:17 (10:9). Aufsteiger TBW feierte im dritten Spiel den ersten Sieg und schloss die englische Woche der Dritten Liga damit erfolgreich ab. Zugleich gaben die Wülfrather Handballerinnen die rote Laterne in der Süd-West-Staffel ab und kletterten auf den achten Platz. Allerdings ist das in einer Saison, die von Corona geprägt ist, lediglich eine Momentaufnahme. „Die drei Spiele in der englischen Woche waren gar nicht so schlecht“, konstatierte Michael Cisik. „Der Auftakt gegen Fortuna Düsseldorf war nicht optimal. Gegen Bayer Leverkusen haben wir uns wesentlich besser verkauft und die gute Stimmung wollten wir in das erste Heimspiel mitnehmen“, führte der TBW-Trainer aus und betonte: „Wir haben die Mannschaft mit einer Videoanalyse auf Marpingen vorbereitet und gut eingestellt.“ Die Trümpfe der Gäste: Ein starker Rückraum und eine gute Kreisläuferin. Mit einer offensiven Deckung störten die Wülfratherinnen jedoch den Spielfluss der HSG. Am Ende stand ein überaus deutlicher Sieg mit zehn Toren Unterschied.

Rund 80 Zuschauer wohnten dem ersten Heimauftritt des Klassenneulings bei – und sie sahen zwei ganz unterschiedliche Halbzeiten. Den Torreigen eröffnete Paula Stausberg mit den beiden Treffern zur 2:0-Führung nach nur 65 Sekunden. Fünf Minuten später glich Lindsay Houben zum 2:2 aus. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. „Wir haben viel Druck erzeugt und flexibel gespielt“, unterstrich Cisik die positiven Aspekte des Wülfrather Auftritts, doch der Coach nannte auch das größte Manko: „Wir haben zu viele Fahrkarten geworfen, haben die Torfrau warm geschossen.“ Per Siebenmeter sorgte Jule Kürten, erneut beste TBW-Werferin, für das 9:6 (26.) und die erste Drei-Tore-Führung. Kurz vor der Pause verkürzte Marpingen jedoch auf 9:10 (28.).

Nach dem Wiederanpfiff glichen die Gäste durch Kim Loraine Lopez zum 10:10 (32.) und dann auch zum 11:11 (35.) aus. Durch einen Doppelpack von Jule Kürten setzte sich der TBW auf 13:11 (37.) ab. Solveig Petrak nährte mit dem Treffer zum 12:13 (38.) die Hoffnung der Gäste auf ein achtbares Ergebnis. In der Folge legten die Wülfratherinnen jedoch immer wieder Zwischenspurts ein, die sich am Ende zu einem beruhigenden Vorsprung summierten. „In der zweiten Halbzeit ist der Knoten geplatzt. Wir haben weiter Druck gemacht und gut zusammengespielt. Die Mannschaft hat richtig Gas gegeben, einfache Tore über den Kreis und den Rückraum gemacht“, analysierte Cisik, wie sein Team nach dem 16:14 (47.) den Vorsprung auf 19:14 (48.) vergrößterte und in der Folge das Tempo weiter hoch hielt. „Wir haben endlich konzentriert weiter gespielt und uns nicht ausgeruht“, war der Trainer voll des Lobes. Von den guten Anspielen an den Kreis profitierte Simone Fränken, die allein in den letzten zehn Minuten fünf ihrer insgesamt sieben Tore erzielte und nach einer starken Heimvorstellung mit dem Treffer zum 27:17 den Schlusspunkt setzte.

Zu den herausragenden Kräften im Wülfrather Team neben Jule Kürten und Simone Fränken zählte Linkskaußen Jasmin Sander. Auch mit der Ausbeute von 2:4 Punkten nach drei Begegnungen war Michael Cisik zufrieden, zumal seine Mannschaft die taktischen Vorgaben gut umsetzte. „Die Einstellung stimmt“, stellte der Trainer fest und gestand nach dem Abpfiff: „Mir war klar, dass heute etwas drin war.“ Zugleich aber betonte Cisik: „Auch 0:6 Punkte wären kein Fehlstart gewesen. Wir sind neu in der Liga und von uns als Aufsteiger erwartet man gar nichts.“ Gleichwohl war der erste Sieg wichtig für das Gemüt, denn am Samstag (17.30 Uhr) steht die Partie bei der TG Pforzheim an – und damit die erste weite Fahrt in der dritten Liga. Die Gastgeber stehen mit 2:2 Punkten auf Rang sieben, also nur einen Platz über dem TBW.