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Fußball: Dornaper sehen Umzug als Chance an

Fußball : Dornaper sehen Umzug als Chance an

Vergangenen Sonntag absolvierten die Fußballer des TSV Einigkeit Dornap das letzte Heimspiel auf dem Ascheplatz im idyllischen Düssel. In der neuen Saison wechselt der A-Kreisligist auf die schmucke Wülfrather Anlage am Erbacher Berg.

Wülfrath Mit dem 4:3-Erfolg über den SC Velbert III sorgten die Dornaper Kreisliga A-Fußballer dafür, dass sie die Saison bei noch einem ausstehenden Spieltag als Tabellendritter abschließen. Mit der letzten Heimpartie war aber eine Zäsur für den Verein verbunden. Es war die letzte Pflichtspielbegegnung auf dem Ascheplatz an der Düssel. In Zukunft trägt der TSV den Trainings- und Spielbetrieb auf der Wülfrather Sportanlage am Erbacher Berg aus. Die RP sprach mit dem Dornaper Vorsitzenden KarlHeinz Schultz über das sportliche Abschneiden und den Umzug an den Erbacher Berg.

Sind Sie mit dem Abschneiden in dieser Saison zufrieden? Welche Ziele werden in Zukunft angestrebt?

SCHULTZ Mit dem dritten Tabellenplatz sind wir im Vorstand mehr als zufrieden. Mit fast der gleichen Mannschaft kämpften wir in der Saison zuvor um den Klassenerhalt. Da muss ich unserem neuen Cheftrainer Christian Luckenbach ein großes Kompliment aussprechen. Der A-Lizenz-Inhaber hat unser Team wieder zu einer Einheit geformt und als Trainer hart für den Erfolg gearbeitet. Er wird auch in der Spielzeit 2014/15 unser Coach sein. Mittelfristig streben wir wieder den Aufstieg in die Bezirksliga an. Insbesondere im Hinblick auf unserer neue Sportstätte mit dem tollen Kunstrasenplatz und der guten Infrastruktur drumherum. Ich betone das Wort mittelfristig - dies bedeutet also nicht, dass wir schon in der nächsten Saison aufsteigen müssen.

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RP-Foto:
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Kam etwas Wehmut auf, als feststand, dass in Zukunft der Sportplatz in Düssel nicht mehr von der Einigkeit genutzt wird? Wie haben die Mitglieder und die Bevölkerung im idyllischen Düssel die Entscheidung pro Erbacher Berg aufgenommen?

Schultz Es fiel schon auf, dass bei unserem letzten Heimspiel viele ehemaliger Spieler und Vorstandsmitglieder da waren, die mit diesem Ascheplatz eine Menge Erinnerungen verbinden und dem Sportplatz mit dem direkt vorbeifließenden Fluss Düssel nachtrauern. Ich muss ehrlicherweise zugeben, dass einige Mitglieder, Fans aber auch Bürger der Ortsteile Dornap und Düssel die Meinung vertreten, dass mit dem Umzug zum Erbacher Berg das Ende des Vereins eingeläutet wird. Es gibt aber nicht nur die Traditionalisten. Mich haben auch viele angesprochen, die den Umzug begrüßen, weil sie die Auffassung vertreten, dass mit der für uns neuen Anlage ideale sportliche Voraussetzungen geschaffen werden, die den Verein - insbesondere die wichtige Jugendarbeit - nach vorn bringen können.

Gibt es mit dem Landesligisten 1. FC Wülfrath Absprachen hinsichtlich der Nutzung der Plätze und des Klubheims am Erbacher Berg?

SCHULTZ Mit dem 1. FC Wülfrath brauchen keine Absprachen stattzufinden. Der Verein ist genauso Nutzer der Sportanlage wie wir es sein werden. Eigentümer ist die Stadt Wülfrath und damit ist die Verwaltung unser Ansprechpartner. Es besteht mit der Stadtverwaltung Einvernehmen, dass wir den großen Kunstrasenplatz direkt hinter dem Klubhaus mit den Zuschauerplätzen auf der Gegengeraden ständig nutzen können. Dieser Platz wird die neue Heimstätte des TSV Einigkeit Dornap sein. Das Klubheim werden wir gemeinsam mit dem FCW nutzen, wobei hier eigentlich die Familie Abukathar als Platzwarte und das für die Klubheim-Gastronomie zuständige Ehepaar offiziell das Sagen haben. Ich würde es begrüßen, wenn die Heimspiele des FCW und des TSV jeden Sonntag versetzt stattfinden. Dies kann beim Fußballverband so beantragt werden.

Was erwarten Sie sportlich von der neuen Anlage? Wie viel Mannschaften werden den Kunstrasenplatz nutzen?

SCHULTZ Ich rechne fest damit, dass uns die Anlage am Erbacher Berg sportlich weiter bringt. Dort finden wir ein ideales Umfeld vor. Gerade im Jugendbereich erwarte ich mir Zulauf. Ich muss zugeben, dass wir derzeit nur ein F-Jugend-Team haben, dazu die erste und zweite Mannschaft sowie ein Alt-Herren-Team. Ziel ist es, möglichst kurzfristig in allen Altersklassen der Jugend, also von den Bambini bis zu den AJunioren jeweils mindestens eine Mannschaft zu stellen. Es gibt viele Jugendliche die in auswärtigen Vereinen spielen, aber sich gern wieder in Richtung ihrer Heimatstadt Wülfrath orientieren würden. Die wollen aus welchen Gründen auch immer vielleicht nicht beim FCW spielen. Bei uns sind sie herzlich willkommen.

KLAUS MÜLLER FÜHRTE DAS GESPRÄCH

(klm)