DJK Unitas Haan tritt beim TV Krefeld-Oppum an

Handball : Unitas: Volle Kraft in die Rückrunde

Die Haaner Handballer stellen sich auf eine schwere Aufgabe beim TV Krefeld-Oppum ein – trotz des deutlichen Hinspielerfolges. Denn der Oberliga-Spitzenreiter muss (wieder einmal) personelle Probleme wettmachen.

Während die Oberliga erst an diesem Wochenende regulär die Meisterschaft wieder aufnimmt, konnten sich die Handballer der DJK Unitas Haan schon am vergangenen Sonntag für die Herausforderungen der nächsten drei Monate warm laufen. Zumindest das Ergebnis stimmte, denn die Mannschaft von Kai Müller behielt letztlich mit 36:27 klar die Oberhand über den abstiegsgefährdete SV Neukirchen. Wirklich zufrieden zeigte sich der Trainer aber nicht. Denn nach der ersten Halbzeit führten die Gastgeber lediglich mit 15:14 und setzten sich erst im zweiten Durchgang ab. Vor allem das über weite Strecken recht lasche Deckungsverhalten war Müller ein Dorn im Auge. „27 Gegentore sind einfach zu viel, vor allem wenn 16 von einem einzigen Spieler kommen – ich habe ein anderes Verständnis von Verteidigung“, fand der 44-Jährige deutliche Worte.

Weil es am Ende trotz der defensiven Defizite zu zwei Punkten reichte, gehen die Unitas-Handballer als Spitzenreiter in die Rückrunde. als Freifahrtschein will Kai Müller das jedoch nicht verstanden wissen. „Es war abzusehen, dass nach der langen Pause noch nicht alles rund läuft. Daran wird sich aber auch am Sonntag nichts ändern“, stellt der Haaner Coach fest. Und warnt vor der Partie beim Tabellensechsten TV Krefeld-Oppum: „Da erwarte ich deutlich mehr Gegenwehr als im Hinspiel.“ Den ersten Vergleich entschied seine Mannschaft in eigener Halle mit 35:22 für sich. Das Duell am Sonntag steigt jedoch unter ganz anderen Vorzeichen. „Oppum hat sich im Laufe der Hinrunde deutlich stabilisiert“, betont Müller und verweist zugleich auf die individuelle Qualität der Gastgeber: „Die haben zwei bis drei sehr starke Spieler, die im Angriff die Entscheidungsträger sind.“ Dazu zählt Fabian Bednarzik, der in den ersten 13 Begegnungen 55 Tore erzielte.

Den Schlüssel zum Erfolg sieht Kai Müller in der Deckung. „Ich erwarte diesmal mehr Sympathie fürs Abwehrspiel. Das ist der Hebel, wo wir ansetzen müssen – das war auch unsere Stärke in der Hinrunde“, erklärt der Trainer. Und hofft, dass sein Team diesmal „mehr Freude entwickelt“, die Kreise des gegnerischen Torjägers wirksam einzugrenzen. Dabei ist die Partie allein wegen des recht frühen Anpfiffs am Sonntag um 12.30 Uhr eine Herausforderung. „Das ist eine unangenehme Anwurfzeit, darf am Ende aber kein Faktor sein“, sagt Müller mit Nachdruck.

Wesentlich mehr Sorgen bereitet dem Trainer die angespannte personelle Lage. „Das ist eine kleine Wundertüte“, berichtet er. Denn es bleibt abzuwarten, wer am Sonntag wirklich auflaufen kann. Philipp Schmalbuch fällt definitiv aus. „Er hat einen leichten Bandscheibenvorfall – vor Karneval wird er nicht wiederkommen“, lautet die sachliche Analyse. Ebenfalls nicht im Kader steht Florian Schlierkamp. Der Linksaußen ist in dieser Saison vom Verletzungspech verfolgt und muss jetzt erst einmal einen Muskelfaserriss auskurieren. Während Pascal Schusdzarra in der vergangenen Woche wegen eines Magen-Darm-Infekts mit dem Training aussetzen musste, tritt in diesen Tagen aus dem gleichen Grund Marcel Billen in den Übungseinheiten kürzer. Da kommt es den Haanern gelegen, dass sich Moritz Blau nach siebenmonatiger Pause (Hausbau) wieder zurück meldete.