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Die Heimserie des VfB 03 Hilden gegen Ratingen 04/19 hält

Fußball : Die Heimserie des VfB 03 Hilden gegen Ratingen 04/19 hält

Die Hildener Fußballer bezwingen auf eigenem Platz das vierte Mal in Folge den Oberliga-Rivalen. Talha Demir erzielt den Siegtreffer für die Gastgeber in letzter Sekunde, entsprechend bitter ist die Niederlage für das Ratinger Team.

VfB 03 HildenRatingen 04/19 2:1 (0:0). Die Stimmung auf der Anlage an der Hoffeldstraße war prächtig. Nach der langen Corona-Pause waren die Fans gleich am ersten Oberliga-Spieltag wieder mit ganzem Herzen dabei und sie sahen ein Derby, in dem beide Kontrahenten von Anfang bis Ende mit Leidenschaft, Kampfbereitschaft und Tempo überzeugten. Kurzum: Eine Partie, die Lust auf mehr macht. Und die mit einem Schlusspunkt aufwartete, der irgendwie zu diesem besonderen Tag passte.

Kurz vor dem Ende versuchten die Ratinger noch einmal, mit einer hohen Hereingabe die Führung zu erzielen. VfB-Torhüter Yannic Lenze pflückte das Leder jedoch aus der Luft – und leitete mit einem weiten Abschlag den letzten Angriff der Hildener ein. Der Ball landete bei Talha Demir, der über die rechte Seite auf und davonzog, allein im Kampf gegen zwei 04/19-Verteidiger. Überfallartig rückten noch zwei VfB-Angreifer nach, doch Demir bewies Willenskraft, ließ beide Abwehrkräfte stehen und versetzte Ratingens Schlussmann Luca Fenzl mit einem flachen Schuss ins linke untere Eck. Nach dem Hildener Siegtreffer in der dritten Minute der Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter Okan Uyma die Begegnung gar nicht mehr an.

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Während Talha Demir in einer ausgelassenen Jubeltraube untertauchte, lagen die meisten Ratinger Fußballer gleich nach dem Ab­pfiff enttäuscht am Boden. Und auch Trainer Martin Hasenpflug brauchte etliche Minuten, um seine Emotionen wieder runterzufahren, ehe er die Mannschaft zum Abschlusskreis versammelte. „Es ist bitter für uns, dass wir versuchen, das 2:1 zu machen und im Gegenzug durch einen Konter verlieren. Dabei hatten wir uns vorgenommen, die Hildener Serie zu beenden“, sagte er. So aber gewann der VfB 03 auch das vierte Heimduell in Folge gegen 04/19. „Es war ein glücklicher Sieg, aber er war hart erarbeitet. Ab der 70. Minute konnten wir noch einmal zulegen“, konstatierte Hildens Chefcoach Tim Schneider.

Von Beginn an sahen die rund 300 Zuschauer eine flotte Begegnung, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten. Chancen gab es hüben wie drüben. So bekam Pascal Weber den Ball nach einer Flanke von Maximilian Wagener nicht unter Kontrolle (17.). Auf der anderen Seite spielte Carlos Penan das Leder zu Zissis Alexandris, doch VfB-Keeper Lenze kam rechtzeitig aus seinem Kasten und klärte im Nachfassen (23.). Eine Minute später setzte Fabian zur Linden mit rustikalem Körper­einsatz gegen Gianluca Silberbach den nächsten Akzent, sah dafür die gelbe Karte. In der Folge nahm die Intensität des Schlagabtausches zu. Nick Sangl rettete in höchster Not gegen Alexandris (28.), auf der anderen Seite stoppte Demir 04/19 Kapitän Fatih Özbayrak.

Nach dem Wiederanpfiff verzeichnete der VfB 03 die erste gute Chance durch Pascal Weber, dessen Schuss ging aber über die Latte (46.). Dann behinderten sich nach einem Schaumburg-Freistoß Wagener und zur Linden gegenseitig im 04/19-Strafraum (56.). Demir zog aus 16 Metern ab – und traf Calli Weber (57.). Es folgten die ersten Wechsel bei beiden Teams, einhergehend mit einer kleinen Verschnaufpause.

Danach setzten die Ratinger wieder die ersten Nadelstiche. Doch die beste Möglichkeit vergab Wagener, der nach einem flachen Pass von Isaak Kang in den Strafraum freistehend rechts vorbei schoss (76.). Kurz danach leitete Demir die Hildener Führung mit einem strammen Freistoß ein. Den parierte Keeper Fenzl zwar glänzend, doch Peter Schmetz staubte am linken Pfosten zum 1:0 (81.) ab. Zwei Minuten später war die Führung des VfB 03 jedoch schon wieder Makulatur, als Takuma Misumi auf der linken Seite des Hildener Strafraums den Ball gegen Timo Kunzl zurückeroberte und dann flach ins rechte untere Eck zum Ausgleich traf. In den letzten zehn Minuten wogte das Geschehen hin und her, ehe die Gastgeber den überraschenden Schlusspunkt setzten.