Reitsport: Die A-Dressur meistert kein Paar ohne Fehler

Reitsport : Die A-Dressur meistert kein Paar ohne Fehler

Beim Turnier des Reitstalls Hanten holen Malina Berchem und Ricarda Fürst vom RFV Metzkausen den vierten Platz.

Als letztes Quartett gestartet, sind Malina Berchem und Ricarda Fürst mit Sambuca Lady und Sammerwind bis zur Spitze durchgaloppiert. Mit einer harmonischen Kür auf A-Niveau überzeugten sie die Richter, die ihre gelungene Vorführung mit einer 7,4 für die technische Ausführung und einer 7,6 für die künstlerische Gestaltung belohnten. Zu den Höhepunkten ihrer Choreographie gehörte bereits der Einritt. Zur Melodie von "Das letzte Einhorn" schritten sie nebeneinander auf die Richter zu - ein fast poetischer Moment.

Die zwei Volten mit einer Begegnung im Mittelpunkt, Mitteltrab auf zwei sich kreuzenden Diagonalen, Viereck verkleinern und vergrößern ganz eng nebeneinander gelangen ebenso wie der Galopp auf dem Mittelzirkel. Die Pferde bewegten sich synchron zu- und miteinander, die Reiterinnen wirkten trotz aller Konzentration gelöst. "Wir sind sehr zufrieden", sagten die Amazonen nach ihrem Ritt fast gleichzeitig. Zwei Wochen lang haben die Starterinnen vom Reitverein Metzkausen ihren Auftritt vorbereitet. "Die Kür selbst haben wir uns gemeinsam ausgedacht, um die Musik hat die Ricarda sich gekümmert", sagte Malina Berchem.

Sie musste sich gleich zwei Küren merken, denn an der Seite von Desiree Derichs hatte sie die Prüfung beim Reitturnier Hanten in Erkrath bereits eröffnet. Mit Amicus und Florenca zeigten die beiden zu Schlagerklängen ebenfalls eine einfallsreiche Choreografie, in die sich lediglich ein kleiner Schönheitsfehler einschlich: Am Schluss galoppierte Malina Berchem eine Ehrenrunde, während ihre Partnerin verwirrt stehen blieb. "Wir waren heute schneller als sonst und dann passte es mit der Musik nicht. Ich habe ihr noch zugerufen, sie solle einfach weiter reiten", erklärte Malina Berchem den Patzer. "Das habe ich leider nicht gehört", sagte Desiree Derichs.

Trotz der Abstimmungsschwierigkeiten bekamen sie 13,7 Punkte und lagen damit einige Zeit in Führung und am Ende auf Rang vier. Denn auch die Konkurrenten blieben nicht alle fehlerfrei. Einige Pferde scheuten vor den Richterhäuschen, andere legten einen freudigen Buckler ein. Cash Flow nahm unter dem Sattel von Oliver Bildheim das "Hoch auf uns" allzu wörtlich und gab auf der Mittellinie Gas. "Das war so nicht geplant", sagte der Mettmanner, der sein Pferd jedoch sofort wieder einfangen und nahtlos an den weiteren Verlauf der Kür anknüpfen konnte. "Sonst hat meiner immer Unsinn gemacht, heute haben unsere Pferde mal die Rollen getauscht", sagte seine Partnerin Christina Bayer, die mit ihrem Laurentinus sehr zufrieden war und über die 12,3 Punkte hinweg lächelte.

Ein Heimspiel war der Auftritt für Nadine Kosak und Dark Fire. Mit Martinshorn und zur Tatort-Melodie kam sie an der Seite von Natalie Kohler ins Viereck, die Zuschauer begrüßten sie mit einem besonders herzlichen Applaus. Mit "Wetten, dass" und einer kreativen Linienführung ging es weiter. Versetzt galoppierten sie zusammen auf dem Zirkel und füllten das Viereck mit neuen Ideen gut aus. "Es ist viel aufregender, zu Hause zu reiten. Denn mein Pferd ist weder den Blumenschmuck, noch das Publikum hier gewöhnt", sagte Nadine Kosak. Sie meisterte diese Hürde jedoch gekonnt und landete mit 14,7 Punkten auf Platz zwei.

(domi)