Fußball : Der Pokalschreck

Die Landesliga-Fußballerinnen des 1. FC Wülfrath treten im ARAG-Cup-Achtelfinale bei der DJK Fortuna Dilkrath an.Nach dem Sieg über den Verbandsligisten Hemmerden soll beim Regionalligisten der nächste Coup folgen.

Fortuna Dilkrath – 1. FC Wülfrath. Die FCW-Fußballerinnen wollen ihren Ruf als Pokalschreck bestätigen. Im ARAG-Cup-Achtelfinale steht der Landesliga-Aufsteiger aber vor einer hohen Hürde: Das Team von Trainer Dirk Koslat muss morgen (13 Uhr) beim Regionalliga-Neuling Dilkrath antreten.

Mut zur Offensive belohnt

Dass die Wülfratherinnen keinen Respekt vor höherklassigen Gegnern haben, stellten sie in der Runde zuvor unter Beweis: Der FCW warf den Verbandsliga-Fünften SV Hemmerden, der gleichauf mit dem FSC Mönchengladbach sowie mit nur einem Zähler Rückstand auf das punktgleiche Führungstrio SV Brünen, Borussia Mönchengladbach und SV Rees gute Aufstiegschancen hat, mit 4:3 aus dem Rennen. Nach dem 0:1 zur Pause setzte Coach Dirk Koslat durch die Einwechselungen der Offensivkräfte Nicole Driesch und Susann Haschke alles auf eine Karte – mit Erfolg. Petra Karasch glich zum 1:1 und nach dem erneuten Rückstand zum 2:2 aus. In der Verlängerung sorgten Carina Heidrich und Lorraine Stanchly für die 4:2-Führung. Das 3:4 konnte den verdienten Erfolg nicht mehr gefährden.

Krasser Außenseiter

Auch wenn die Meisterschaft und der angepeilte Aufstieg in die Verbandsliga Vorrang haben – der Tabellenzweite hat derzeit noch vier Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter Fortuna Wuppertal –, gehen die Wülfratherinnen mit großem Ehrgeiz in das Pokal-Duell. „Aber als krasser Außenseiter“, betont Dirk Koslat. Zumal die Bundesliga erfahrene Stürmerin Sandra Albertz (zuletzt Bad Neuenahr) nach Dilkrath zurückgekehrt ist. Aber auch der FCW hat sich in der Winterpause noch einmal erheblich verstärkt: Jeanette Häuser (21, Abwehr), Vanessa Hoffarth (20, Abwehr), Jasmin Tröbinger (18, Mittelfeld) und Alexandra Schulte (18, Mittelfeld) kamen vom Aufstiegsrivalen Fortuna Wuppertal sowie das Mittelfeldtalent Sarah Gonia (17) vom Meisterschaftskonkurrenten SSVg. Velbert zum Erbacher Berg.

Dirk Koslat baut auf Desiree Sesek

Dilkrath rangiert auf dem drittletzten Platz drei Punkte vor dem Schlusslicht SV RW Merl. Ein Grund für das schlechte Abschneiden ist die Sturmflaute: Das Team vom Niederrhein erzielte in zwölf Spielen nur 16 Tore. „Als Aufsteiger spielt man in der Regel aus einer kompakten Abwehr heraus“, erklärt Dirk Koslat, der in Dilkrath ebenfalls mit dieser Taktik beginnen wird. „Ich hoffe, wir kommen dann auch zu Kontern.“ Wichtig sei, dass Torhüterin Desiree Sesek mit ihrer Bundesliga-Erfahrung den FCW-Kasten möglichst sauber halte. Denn im Angriff bewiesen die Wülfratherinnen nicht nur im Pokalduell gegen Hemmerden bereits ihre Gefährlichkeit: In 14 Meisterschaftsbegegnungen markierten sie schon 61 Treffer.

Sollten die FCW-Fußballerinnen die Pokal-Hürde beim Regionalligisten Dilkrath nehmen, müssten sie im Viertelfinale am 1. Mai erneut auswärts beim Gewinner der Partie des Meisterschaftsrivalen DJK SG Altenessen gegen den Verbandsliga-Zweiten Borussia Mönchengladbach antreten.

(RP)
Mehr von RP ONLINE