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Fußball: Der Legat-Effekt bringt dem 1. FCW wichtigen Dreier im Kellerduell

Fußball : Der Legat-Effekt bringt dem 1. FCW wichtigen Dreier im Kellerduell

In der Fußball-Landesliga besiegen die Wülfrather Schlusslicht TuSpo Richrath und wollen nun bis zur Winterpause eifrig weiter Punkte sammeln.

Einen Einstand nach Maß feierte Thorsten Legat als neuer Trainer des Landesligisten 1. FC Wülfrath. Im Kellerduell bei TuSpo Richrath setzte sich seine Elf verdient mit 2:1 durch und hat direkten Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen. "Das Ergebnis spiegelt in keiner Weise den Spielverlauf wider", betont Thorsten Legat. "Wir hätten den Chancen nach deutlich höher gewinnen müssen." Das Wichtigste sei aber, dass seine Elf mit diesem Sieg hoffentlich Selbstvertrauen getankt habe und die kommenden Aufgaben mit breiter Brust angehe.

Den Sieg führte Legat unter anderem auf die disziplinierte Spielweise zurück. "Da war jeder bemüht, seine taktische Aufgabe zu erfüllen." Der Trainer selbst nahm im taktischen Bereich eine Umstellung vor, die sich in Richrath bewähren sollte. Er ließ eine 4:3:2:1-Formation spielen, mit Fabian Helmes als so genanntem Stoßstürmer. Und es war ausgerechnet der junge Angreifer, der für das 1:0 sorgte (49.). "Das hat richtig Spaß gemacht zu sehen, wie Fabian viele Laufwege gemacht und im Offensivbereich unermüdlich geackert hat", so der Ex-Bundesliga-Profi.

Das nötige Anfängerglück als Trainer in einem neuen Verein bewies Thorsten Legat, als er den erschöpften Helmes auswechselte und der für ihn eingewechselte Fatih Koru mit seiner ersten Ballberührung das 2:0 (81.) erzielte. Der Anschlusstreffer der Gastgeber wenige Minuten später war nur noch Ergebniskosmetik.

Im Vorfeld der Begegnung habe er viele Einzelgespräche geführt und dabei gemerkt, dass viele Akteure des Kaders sehr verunsichert waren, so Legat. Für ihn sei der Sieg in Richrath überhaupt keine Überraschung, sagt der 44-Jährige. "Ich habe das Wülfrather Team schon über einem längeren Zeitraum beobachtet und war mir darüber im Klaren, dass die Mannschaft weit unter ihrem Leistungsvermögen spielt." Es stehe ihm nicht zu darüber zu urteilen, woran das gelegen habe, bemerkt er vielsagend. Zudem habe er auch wenig Interesse daran, die Vergangenheit aufzuarbeiten. "Ich richte den Blick nach vorn und bin der Auffassung, dass viel Grund dafür besteht, optimistisch in die Zukunft zu blicken."

Bis zur Winterpause will Legat so viele Punkte holen, dass das Abstiegsgespenst erst einmal vertrieben ist. "Für mich ist es sowieso unerklärlich, dass die Mannschaft bei diesem Potenzial so weit unten steht." Am Ende der Saison hofft der Ex-Profi auf eine Platzierung im oberen Tabellenbereich. "Dafür müssen wir hart arbeiten und alle Spieler des Kaders kräftig mitziehen." Er selbst will weiterhin viele Einzelgespräche führen und die einzelnen Stärken und Schwächen der Spieler genau analysieren. "Ganz wichtig ist aber für mich, auch das Menschliche im Team und mit den einzelnen Spielern zu pflegen. Obwohl ich früher ein harter Profi war, hat das Wort Kameradschaft für mich einen hohen Stellenwert."

(klm)