Der Hildener Julian Hanses fährt in der Euroformula Open die ersten Punkte ein

Motorsport : Julian Hanses setzt im neuen Boliden ein erstes Ausrufezeichen

Der Hildener liefert mit seinem neuen Team Motopark auf dem Kurs Paul Ricard in Frankreich starke Duelle und fährt die ersten Punkte ein.

Julian Hanses war zufrieden. Das erste Rennwochenende in der für ihn neuen Motorsport-Serie Euroformula Open machte Lust auf mehr. Am Ende kam er auf sieben Punkte und belegt damit aktuell Rang acht im Klassement der 21 Fahrer.

Erst spät erfüllten sich die Hoffnungen von Julian Hanses, auch in dieser Saison ein Cockpit in einem Formel 3-Rennwagen zu ergattern. Keine idealen Voraussetzungen also, um für sein neues Team Motopark gut vorbereitet in die Rennserie zu starten. „Ich habe ein straffes Fitnessprogramm durchgezogen, aber mir fehlen Trainingskilometer im Auto“, bekannte Hanses vor dem Auftakt. „Einige meiner Gegner haben bereits in Neuseeland eine ganze Rennserie bestritten“, erklärte der 21-Jährige. Gleichwohl fand sich der Hildener auf dem Kurs Paul Ricard im französischen Castellet schnell zurecht und gehörte schon in den Freien Trainings zu den Top-Fünf-Kandidaten. Den guten Eindruck unterstrich er mit Platz sechs im ersten Qualifying. Auch im Rennen selbst mischte Hanses vorne mit, lieferte sich mit den Kontrahenten tolle Duelle und überfuhr letztlich als Siebter die Ziellinie.

Einen Tag später schloss Hanses das Qualifying sogar auf Rang fünf ab. Im Rennen selbst lief es nicht ganz so gut. Weil er Probleme mit den Reifen hatte, verlor er an Boden und landete am Ende auf dem zehnten Platz. Sein Fazit: „Für mich waren gleich mehrere Faktoren neu. Das Team hat eine ganz andere Strategie, ein Auto abzustimmen. Die Einheitsreifen von Michelin verhalten sich komplett anderes und auch die Strecke war neu für mich.“

Am 18. und 19. Mai folgen die nächsten Läufe in Frankreich. An den Stadtkurs in Pau hat Julian Hanses gute Erinnerungen. Dort holte er im vergangenen Jahr bei seiner Formel 3-Premiere die ersten Meisterschaftspunkte. „Das Rennwochenende werde ich so schnell nicht vergessen. Die Strecke ist sehr eng, macht aber auch großen Spaß zu fahren“, sagt der Hildener.

Mehr von RP ONLINE