Fußball: Der 1. FCW entlässt sein Trainergespann

Fußball : Der 1. FCW entlässt sein Trainergespann

Nach dem Abstieg aus der Fußball-Oberliga müssen die Wülfrather nun auch um den Verbleib in der Landesliga bangen. Deshalb zieht Vorsitzender Michael Massenberg jetzt die Reißleine.

Nach der Misserfolgserie der vergangenen Wochen haben auch beim Fußball-Landesligisten 1. FC Wülfrath die im Sport üblichen Mechanismen gegriffen. "Wir mussten die Reißleine ziehen und haben uns mit sofortiger Wirkung von Trainer Joachim Hopp und CoTrainer Markus Auf der Heiden getrennt", erklärt Michael Massenberg. Unsere Zeitung erreichte den FCW-Vorsitzenden gestern am frühen Nachmittag in Istanbul. Dort befindet er sich auf einer Geschäftsreise.

"Ich habe heute Mittag Joachim Hopp über die Trennung informiert. Er dürfte meines Erachtens nicht ganz überrascht gewesen sein, da sich der Schritt schon abzeichnete", betont Michael Massenberg. Der Nachfolger werde in Kürze präsentiert. "Die entsprechenden Gespräche habe ich bereits geführt und warte nur noch auf einen Anruf."

In einer Besprechung habe er Hopp bereits vor einigen Tagen deutlich gemacht, dass er sich als Vorsitzender ein klares Bild über die derzeitige Lage der Mannschaft machen werde, und das auch Konsequenzen haben könne. Dazu werde er auch Gespräche mit Beratern führen. "Mit verschiedenen Experten habe ich mich dann intensiv ausgetauscht – letztlich war der Tenor, dass mit dem jetzigen Trainerduo auf Dauer keine sportliche Wende zum Positiven zu erreichen sei", berichtet Massenberg. Dabei wurde die Situation der Mannschaft saisonübergreifend – also einschließlich des Abstiegs aus der Oberliga – betrachtet, erläutert Michael Massenberg. Er habe in den vergangenen Wochen viele Anrufe aus der gesamten Region erhalten. Bei den Anrufern wurde die Sorge über das weitere Abschneiden des FCW deutlich. "Auch das hat den Vorstand in dem Beschluss gestärkt, die unmittelbare Trennung vom Trainergespann vorzunehmen", unterstreicht Massenberg. Der FCW-Chef betont, dass er die Trennung nicht von der mit 0:1 verlorenen Partie gegen den SC Velbert abhängig gemacht hat. "Für mich stand die Entscheidung schon vorher fest", sagt er mit Nachdruck.

Mit der Verpflichtung eines neuen Trainers hofft der FCW-Vorstand, das sinkende Schiff wieder auf Kurs Klassenerhalt bringen zu können. "In den nächsten Spielen bis zur Winterpause treffen wir überwiegend auf Mannschaften, die ebenfalls im Abstiegskampf stehen. Da müssen wir punkten", gibt Massenberg die Richtung vor. Ob das letztlich umgesetzt wird, bleibt abzuwarten.

Die bisher schwachen Leistungen sind nicht allein auf Ex-Trainer Joachim Hopp zurückzuführen. Dem Kader fehlt es sichtlich an Qualität. Sollte Vorsitzender Michael Massenberg in der Winterpause nicht qualitativ gute Neuzugänge verpflichten, wird es auch der neue Chefcoach sehr schwer haben, mit dem Wülfrather Team den Klassenerhalt zu sichern. Obwohl mit ihm vereinbart, war Joachim Hopp übrigens gestern Nachmittag für unsere Zeitung nicht zu einer Stellungnahme zu den Vorgängen um seine Entlassung erreichen.

(klm)
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