Handball: Das Ziel muss die Oberliga sein

Handball : Das Ziel muss die Oberliga sein

Der TB Wülfrath geht mit einem Drei Punkte-Polster in die letzten acht Spiele.Davon kann der Spitzenreiter fünf Begegnungen in der heimischen Fliethe-Halle austragen.

Glück muss man sich zumeist erarbeiten. Deshalb heißt es auch das Glück des Tüchtigen. Die Handballerinnen des TB Wülfrath haben als derzeit unangefochtener Verbandsliga-Spitzenreiter (26:2 Punkte, 324:243 Tore) ohne Zweifel diesen Charakter-Zug und hatten am Sonntag beim hauchdünnen 18:17-Sieg über den SV Wermelskirchen dann auch – verdient – das Glück auf ihrer Seite.

Zwölf Spiele ohne Punktverlust

Mit einem Drei-Punkte-Polster auf die HSG Radevormwald/Herbeck und dem besseren direkten Vergleich gegenüber dem einzigen Verfolger geht das junge Team von Trainer Jurek Tomasik in die letzten acht Spiele. Davon kann der TBW allein fünf Begegnungen in der heimischen Fliethe-Halle austragen. Darunter die vermeintlich schweren Partien gegen die HSG Düsseldorf II (Hinrunde 24:23) und den VfL Rheinhausen (22:21). „Wenn nicht jetzt, wann dann ?“ Auch in Anlehnung an dem WM-Song der Höhner kann jetzt nur der Aufstieg das Ziel der TBW-Handballerinnen sein. Und angesichts der mittlerweile ungemein stabilen Form und vor allem der für diese junge Truppe erstaunlichen Abgeklärtheit ist der Sprung in die Oberliga absolut realistisch. Der Tabellenführer blieb nach der einzigen Saison-Niederlage – 14:15 am zweiten Spieltag bei der HSG Radevormwald/Herbeck – in den folgenden zwölf Begegnungen ohne jeden Punktverlust und gewann zuletzt sogar vier Auswärtspartien in Folge.

Verstärkung Anke Westermann

Zudem hatte beim 18:17 in Wermelskirchen mit Anke Westermann vom Oberligisten DJK Winfried Huttrop eine zweite starke Torhüterin einen vielversprechenden Einstand und ist nun eine ideale Ergänzung zur routinierten Katrin Macherey. Am Samstag empfängt der TBW die Unitas Haan zum Derby in der Fliethe-Halle (17.45 Uhr). Im Hinspiel fertigten die Wülfratherinnen den Aufsteiger mit 25:13 ab, dürften auch im zweiten Lokalduell kaum in Schwierigkeiten geraten.

Matthias Wacker zufrieden

Auch wenn sich die Unitas am Sonntag beim 26:38 (10:15) gegen die HSG Radevormwald/Herbeck nach Ansicht von Trainer Matthias Wacker „dank einer starken Leistung gut verkauft hatte“. Nach einer tempogeladenen Anfangsphase verloren die Haanerinnen allerdings den Boden unter den Füßen und mussten sich letztlich doch noch hoch geschlagen gegben. „Das Ergebnis ist für uns zweitrangig“, betonte Matthias Wacker. „Wir haben 26 Tore gemacht und es endlich geschafft, so zu spielen, wie wir es wollen: 60 Minuten lang hohes Tempo.“

(RP)
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