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Das Gold-Abzeichen ist für Doris Speck Ehrensache

Sportabzeichen : Das Gold-Abzeichen ist für Doris Speck Ehrensache

Mit 34 Jahren absolvierte die Mettmannerin das erste Mal das Sportabzeichen – in 2019 das 45. Mal.

Doris Speck hat gut lachen. Bereits zum 45. Mal absolvierte die gebürtige Mettmannerin im vergangenen Jahr das Deutsche Sportabzeichen. Unter großem Applaus überreichte ihr Bürgermeister Thomas Dinkelmann zusammen mit Gisela Winzer, der langjährigen Sportwartin des Stadtsportverbandes, die Urkunde nebst Abzeichen. Doch allzu viel Aufhebens will die 79-Jährige, die viele Jahre im gleichnamigen Blumenladen in Mettmann stand, gar nicht um ihre Person machen. „Schreiben Sie nicht so viel“, sagt sie lachend und sprüht dabei vor Lebensfreude. Über ihren Ehemann Hubert kam sie seinerzeit ins Floristik-Geschäft. Heute leitet Tochter Elke, eines von vier Kindern, den Blumenladen, für die Gärtnerei ist Sohn Ingo verantwortlich. Derweil lebt Doris Speck einen aktiven Ruhestand.

„Früher wollte ich immer Tennis spielen, aber das hat nie geklappt. Weil ich im Blumenladen tätig war, hatte ich nicht so viel Zeit“, erzählt sie. Vor ihrer Heirat turnte sie im Mettmanner TV, der 2005 mit dem Mettmanner SC und dem TSV Metzkausen zum Großverein Mettmann-Sport fusionierte. Noch heute frönt sie dort Tanz und Gymnastik. „Wir sind seit fast 50 Jahren in einer Gymnastikgruppe zusammen – so etwas muss man auch im Alter pflegen“, betont Doris Speck. Mit 34 Jahren fing sie an, jedes Jahr die Prüfungen für das Sportabzeichen zu absolvieren. Ihre aktuellen Disziplinen: Standweitsprung, Seilchenspringen, Schwimmen und schnell laufen. Was sie nicht gut findet: „Der Sprint geht nur über 30 Meter, da kommt man nicht auf Tempo und es ist schwierig, die Zeit einzuhalten.“ Bislang hat sie es aber immer noch geschafft, die Kriterien für das Gold-Abzeichen zu erfüllen – das ist Ehrensache. Dann gesteht sie: „Eigentlich sollte man jede Woche auf den Sportplatz gehen und trainieren, aber ich mache das nebenbei.“ Denn ihre große Sport-Liebe ist nach wir vor das Tennis. „Mit 60 habe ich wieder angefangen“, verrät sie fröhlich. Im Verein spielte sie nie. Vielmehr bilden sechs Frauen eine Gruppe, so spielt sie alle zwei Wochen Doppel – im Winter in der Halle, im Sommer auf dem Ascheplatz.

Und dann gibt Doris Speck noch eine weitere Sport-Leidenschaft preis: Das Skifahren – alpin wohlgemerkt. Mit 28 stand sie das erste Mal auf den Brettern. „Anfang habe ich mich schwer getan, hatte lange Zeit Angst“, plaudert sie aus dem Nähkästchen. Doch jetzt juckt es das Mettmanner Urgestein jedes Jahr aufs Neue in der Winterzeit. „Ich fahre gerne in den Dolomiten, seniorengerecht auf gepflegten Pisten“, erzählt sie und verrät dann: „Wenn man es kann, dann ist es gar nicht so anstrengend. Das gilt überhaupt beim Sport.“ Aktivurlaub macht Doris Speck eben am liebsten. Sportlich treten die Kinder wohl in ihre Fußstapfen. So spielte Sohn Ingo viele Jahre Radball im Radsportverein Edelweiß. Und ihr Ehemann Hubert? „Der macht nicht ganz so viel“, verrät sie schmunzelnd. 56 Jahre sind die beiden inzwischen verheiratet. Und es bleibt festzuhalten: Die Juwelenhochzeit ist auch eine besondere Leistung.