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Fußball: Cavdar glänzt mit einem Hattrick

Fußball : Cavdar glänzt mit einem Hattrick

Der VfB 03 überrascht in der Fußball-Oberliga mit einem 6:0-Erfolg über den VfB Speldorf, der nun mittendrin im Abstiegsstrudel steckt. Die Hildener dagegen zeigen aufsteigende Tendenz.

VfB Speldorf – VfB Hilden 6:0 (4:0). Die Fußballer des VfB 03 feierten in Speldorf einen überraschend deutlichen Erfolg, mit dem sie auch ihr Torverhältnis etwas aufpolierten. Mann des Tages war zweifelsohne Emrah Cavdar, der innerhalb von sechs Minuten einen lupenreinen Hattrick erzielte und damit frühzeitig die Weichen auf Sieg stellte. Allerdings musste die Offensivkraft nach einem Schlag aufs Knie vorzeitig vom Feld. "Hoffentlich ist es nur eine Prellung", bangt Toni Molina. An einen längerfristigen Ausfall mag der Hildener Trainer gar nicht denken.

Die VfB-Kicker demonstrierten von Beginn an ihren Siegeswillen gegen eine an diesem Tag allerdings sehr schwache Speldorfer Elf. Die Führung leitete Sven Röttgen mit einem weiten Pass ein. Michael Strzys eilte aus seinem Kasten, doch Cavdar kam vor ihm an den Ball und spielte das Leder zum 1:0 (18.) am Keeper vorbei. Allerdings traf ihn Strzys bei dieser Aktion am Knie. Vier Minuten später flankte Manuel Trebbin in den Strafraum und Cavdar verwertete direkt zum 2:0 (22.). Und machte nur zwei Minuten mit dem Treffer zum 3:0 (24.) seinen Hattrick perfekt. Kurz danach erhöhten die Hildener sogar auf 4:0 (28.). Hendrik Bergmann flankte in den Strafraum und ausgerechnet Manuel Trebbin vollendete per Kopf – für den Mittelfeldakteur ein Tor mit Seltenheitswert. Trotz des deutlichen Rückstandes mobilisierten die Speldorfer vor der Pause noch einmal alle Kräfte, ohne sich allerdings klare Chancen zu erarbeiten. Und auch einen vermeintlichen Foulelfmeter verwehrte Schiedsrichter Thomas Ulitzka den Gastgebern (40.).

In der Pause stellten die Hildenener taktisch um. "Wir wollten unbedingt zu null spielen", erklärte Toni Molina. Deshalb setzte der Coach auf eine noch defensivere Gangart. Dadurch plätscherte die Begegnung mehr oder weniger vor sich hin. Trotzdem machten die Gäste das halbe Dutzend noch voll. Ein Diagonalpass von Hendrik Bergmann landete bei Manuel Trebbin, der nach innen zog und Jannik Weber bediente. Dessen Schuss ließ Michael Strzys nur abklatschen – und Patrick Percoco staubte zum 5:0 (62.) ab. Kurz vor dem Abpfiff kam auch Jannik Weber noch zu seinem Erfolgserlebnis, als er aus halblinker Position zum 6:0 (90.) ins lange Eck traf.

Bis zu dieser Partie war gerade die Chancenverwertung immer ein Manko der VfB-Elf. Diesmal aber konstatierte Molina: "Wir haben die ersten vier Möglichkeiten alle genutzt – das hat heute super geklappt." Allerdings fand er auch Grund zur Kritik. "Die Arbeit gegen den Ball war nicht zufriedenstellend", sagte er – vielleicht auch, damit die Euphorie nicht zu groß ist.

(RP)