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Bergischer HC II sieht bei der DJK Unitas Haan kein Land

Handball : Unitas-Handballer behalten Überblick

Der Oberliga-Spitzenreiter dominiert die Reserve des Bergischen HC und lockt dank seiner souveränen Auftritte immer mehr Fans zu den Heimspielen. Selbst der sonst sehr kritische Trainer Kai Müller ist zufrieden.

Die Handballer der DJK Unitas Haan ziehen in der Oberliga derzeit weiter unbeirrt ihre Kreise. Jetzt zeigte die Mannschaft von Kai Müller dem Bergischen HC II mit 29:21 (16:10) deutlich die Grenzen auf. Den Grundstein legten die Haaner in der ersten Halbzeit. Und der Trainer lobte vor allem die Deckung, die im Zusammenspiel mit Tobias Joest eine sehr gute Leistung bot. Der Torhüter trug sich sogar in die Torschützenliste ein, als er mit einem weiten Wurf aus dem eigenen Kreis heraus ins leere Gehäuse der Gäste traf. Joest hatte sogar einen zweiten Treffer auf der Hand, doch diesmal war sein Versuch zu unkonzentriert.

Die Kulisse in der Halle an der Adlerstraße stimmte. Das Derby zog viele Fans, wobei die meisten überraschend aus dem Unitas-Lager kamen – der Tabellenführer erntet damit den Lohn für seine zuletzt konstant guten Leistungen. Gleichwohl blieb es in der ersten Halbzeit recht ruhig auf der Tribüne. Das lag auch an einem technischen Problem: Weil frische Batterien fürs Mikrofon fehlten, war Hallensprecher Wolfgang Goeken zunächst zum Schweigen verurteilt, kam erst kurz vor der Pause richtig zum Einsatz. Und dann waren da noch die Haaner Trommler, die verspätet erst nach dem Seitenwechsel ihre Arbeit aufnahmen, dafür die Unitas-Handballer um so engagierter unterstützten – auch deshalb kam auf der Tribüne endlich Stimmung auf.

Das zunächst eher gediegene Ambiente hinderte die Gastgeber aber nicht, der Partie direkt ihren Stempel aufzudrücken. Raphael Korbmacher, der am Ende mit neun Treffern überrragender Unitas-Werfer war, brachte seine Farben mit 1:0 in Führung. Erst fünf Minuten später markierte Lennard Austrup das 2:1, das Ivo Santos Sekunden später erneut egalisierte. Von da an setzten sich die Haaner jedoch kontinuierlich über 5:2 (10.), 9:4 (16.) und 12:6 (23.) auf 25:6 (25.) ab. In dieser Phase hatte Kai Müller allen Grund zur Zufriedenheit. Seine Miene verdüsterte sich erst, als die Bergischen innerhalb von drei Minuten durch drei Treffer in Folge auf 9:15 (28.) verkürzten. In einer Auszeit tat der Coach seine Meinung deutlich kund und fortan lief es wieder besser im Haaner Spiel.

In der zweiten Halbzeit dominierte der Spitzenreiter weiterhin die Begegnung. Den Haaner Spielfluss vermochte auch Mirko Bernau nicht entscheidend zu stören – der Trainer des BHC II und Ex-Profi streifte sich diesmal selbst das Trikot über. Von Erfolg war das bei aller immer noch vorhandenen Spielübersicht nicht gezeitigt, vielmehr musste der 43-Jährige später verletzt vom Feld. Kurz zuvor verkürzte er auf 20:25 (52.). Nach einer weiteren Auszeit von Kai Müller ließen die Haaner in der Schlussphase jedoch keinen Zweifel mehr an ihren Sieg-Ambitionen aufkommen, zogen schnell wieder auf 28:20 davon und fuhren letztlich einen souveränen 29:21-Erfolg ein. Ein Ergebnis, das der sonst sehr kritische Coach einfach mal so stehen lassen wollte.