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Fussball: Beim VfB 03 ist jetzt Kampfgeist gefragt

Fussball : Beim VfB 03 ist jetzt Kampfgeist gefragt

Mit Schönspielerei taumelt der Fußball-Oberligist der Abstiegszone entgegen. Bei Turu Düsseldorf geht’s um Einsatz.

Was ist nur mit dem Fußball-Oberligisten VfB Hilden los? Nach einer über weite Strecken recht zufriedenstellen Hinrunde steht das Team von Marc Bach seit Ende der Winterpause regelrecht neben den Schuhen. Für viele ist es ein Rätsel, was aus der Mannschaft geworden ist. In den letzten Begegnungen hagelte es drei Niederlagen in Folge und aus dem vormals gesicherten Mittelfeldplatz ist eine Platzierung geworden, die knapp vor den Abstiegsrängen steht.

Es liegt jetzt an Trainer Bach, die verunsicherten Spieler wieder auf Kurs zu bringen. Da dürften vor allem Einzelgespräche geführt werden, um den Fußballern wieder Selbstvertrauen einzuflößen. Fußballerisch steckt im Kader sicherlich Quialität, das hat die Mannschaft in der Hinrunde des Öfteren bewiesen.

Nach der Niederlage beim Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt, Jahn Hiesfeld, wirkte der VfB-Trainer in der Spielanalyse etwas hilflos. „Ich kann der Mannschaft eigentlich keinen Vorwurf machen, denn sowohl spielerisch als auch kämpferisch präsentierte sie sich in einer guten Verfassung.“ Es stellt sich aber die Frage, warum es in dem VfB-Team in den letzten Begegnungen nicht gelang zu punkten. Der Rutsch in unmittelbare Nähe der Abstiegsplätze hätte angesichts des Potenzials nicht passieren dürfen.

Jetzt sollten die Verantwortlichen im VfB-Lager aber den Blick nach vorn richten, denn es sind noch eine Menge Spiele zu bestreiten und die Hildener Fußballer haben es selbst in der Hand – oder besser gesagt auf dem Fuß –, sich mit guten und vor allem siegreichen Partien aus dem Abstiegsstrudel zu befreien. Dabei muss guter nicht immer schöner Fußball sein. Trainer Marc Bach muss den Fokus bei der Einstellung der Mannschaft vom spielerischen Element hin zu den kämpferischen Tugenden schwenken.

Das wird für einige Fußballer im VfB-Kader, die eher zur Gattung derjenigen gehören, die den Schwerpunkt auf die filigrane Art der Ballbeherrschung legen, keine einfache Umstellung sein, doch jetzt sind Spieler gefragt, die etwas rustikaler zur Sache gehen. Da heiligt oft der Zweck die Mittel – Schönheitspreise sind bei der kämpferischen Art des Fußballspielens nicht unbedingt zu gewinnen – entscheidend ist jedoch, was zuletzt dabei herauskommt. Wenn es dann Punkte auf der Haben-Seite sind, haben die VfB-Akteure letztlich doch alles richtig gemacht.

Anfangen mit dem Punktesammeln – vielleicht zunächst nach dem Eichhörnchenprinzip – sollte der VfB Hilden am Sonntag beim Ligarivalen TuRU Düsseldorf (Sonntag 15 Uhr Stadion an der Feuerbachstraße). Bekanntlich hängen in Oberbilk beim Urgestein der Oberliga die Trauben recht hoch. Aber warum sollte der VfB nicht für eine Überraschung sorgen und zumindest einen Punkt entführen. In der jetzigen Situation hilft jeder Zähler.