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Handball: Aufsteiger Unitas packt Kämpferherz aus

Handball : Aufsteiger Unitas packt Kämpferherz aus

Nach zwei Wochen Pause und einer intensiven Vorbereitung gehen die Haaner Handballer das Projekt Klassenerhalt mit neuem Schwung an. Im Oberliga-Derby gegen die SG Langenfeld stellen sie am Samstag die Zeiger auf null.

Unitas Haan - SG Langenfeld. "Neues Spiel, neues Glück" heißt die Devise der Unitas-Handballer zu Beginn des neuen Jahres. In der Oberliga-Hinrunde schaffte der Aufsteiger lediglich einen Sieg, sammelte ansonsten reihenweise Niederlagen. Zwölf stehen inzwischen zu Buche - für die erfolgsverwöhnten Haaner, die in der vergangenen Saison in der Verbandsliga ungeschlagen den Titelgewinn feierten, eine schwere Bürde. Der bittere Tiefpunkt folgte wenige Tage vor Heiligabend, als die Mannschaft von Ronny Lasch in eigener Halle gegen das Schlusslicht TV Vorst bereits mit sieben Toren Vorsprung führte - und am Ende doch mit 27:29 unterlag. Nicht nur der neue Chefcoach und die Spieler waren hernach sprachlos, sondern auch der Vorstand war sichtlich um Fassung bemüht.

Über Weihnachten gab es erst einmal zwei Wochen trainingsfrei. "Wir haben uns auch nicht getroffen, sondern komplett abgeschaltet. Es war für alle wichtig, in dieser Situation runterzufahren", erklärt Ronny Lasch. Der Trainer selbst verabschiedete sich in seine Heimat nach Chemnitz, um Familie und Freunde zu treffen. "Das hat gut getan", gesteht er. Nun wollen Coach und Mannschaft die Zeiger auf null stellen und die Rückrunde mit neuem Schwung angehen. Die Vorbereitung auf den harten Kampf um den Oberliga-Verbleib begann am 2. Januar mit einem einstündigen Lauf auf dem Sportplatz an der Hochdahler Straße. Samstag ging es nach einem morgendlichen Training zum Turnier nach Oberhausen, das die Haaner auf dem zweiten Platz abschlossen und dabei den Oberliga-Rivalen TV Jahn Hiesfeld deutlich schlugen. Einen Tag später folgte nach einer frühen Übungseinheit das Freundschaftsspiel gegen den Drittligisten Neusser HV, das die Unitas lediglich mit 31:33 verlor.

Für Ronny Lasch war das intensive Wochenende ein erfreulicher Auftakt im neuen Jahr. "Alle waren fit und haben befreit aufgespielt", berichtet er und betont: "Hätten wir in der Hinrunde so gespielt, dann hätten wir jetzt mehr Punkte." Dieser Satz offenbart aber genau das Haaner Problem: In der Meisterschaft vermochten die Akteure bislang nicht, die Leistungen aus dem Training abzurufen. Eine Herausforderung, die es nun erfolgreich zu meistern gilt. Doch Lasch blickt zuversichtlich nach vorne. "Die Qualität für die Oberliga haben wir auf jeden Fall. Bislang konnten wir das nur noch nicht zeigen, das wissen wir selbst. Deshalb mussten wir verbal auch einiges einstecken. Natürlich kratzt das am Stolz - nicht nur bei mir, sondern auch bei den Spielern", gibt der Coach einen Einblick in die Gemütslage. Jetzt hofft Lasch "auf die richtige Reaktion". In der Partie morgen Abend (19 Uhr, Adlerstraße) gegen die SG Langenfeld wollen die Haaner ihr Kämpferherz auspacken. Zumal dem Derby eine besondere Note anhaftet: Nicht nur Ronny Lasch, sondern auch Dawid Rosiak standen lange in Diensten des Lokalrivalen. Doch auch die meisten anderen Akteure kennen sich sehr gut. Bereits im Hinspiel, das die Haaner letztlich knapp mit 23:24 verloren, kochten zwischenzeitlich die Emotionen hoch. Diesmal wollen die Unitas-Handballer unbedingt das bessere Ende für sich haben. Allerdings ist der Einsatz von Dawid Rosiak (Bauchmuskelzerrung) fraglich. Martin Paukert weilt im Urlaub, Marco Krohm (Knorpelschaden in der Hüfte) fehlt noch länger.

(RP)