Fußball: ASV Mettmann steht vor Schlüsselspiel

Fußball : ASV Mettmann steht vor Schlüsselspiel

Die Mannschaft von Maik Franke braucht beim Tabellenletzten Benrath einen Sieg, um die Chance auf den Verbleib in der Fußball-Landesliga zu wahren. Der Trainer setzt vor allem auf die Offensive mit Samet Akarsu und Bajrush Azemi.

Vor einem sogenannten Sechs-Punkte-Spiel stehen die Fußballer des ASV Mettmann. Beim Landesliga-Schlusslicht VfL Benrath (Sonntag 15 Uhr, Stadion Karl-Hohmann-Straße) müssen die Mettmanner, die derzeit als Drittletzter auf einem Abstiegsplatz stehen, unbedingt gewinnen, um den Kontakt zur Nichtabstiegszone zu halten. Dabei ist es gar nicht so einfach, die Hürde in Benrath zu nehmen. Am vergangenen Sonntag ließ das Team aus dem Düsseldorfer Süden mit einen 4:4-Remis in Nievenheim aufhorchen. "Daran ist ersichtlich, dass das Team des VfL noch lebt und sich weiter Hoffnung auf den Klassenerhalt macht. Wir sind also gewarnt", macht Maik Franke deutlich, dass der ASV nur mit einer überzeugenden Vorstellung die Aufgabe beim Düsseldorfer Traditionsverein lösen kann. "Für den VfL Benrath ist dieses Kellerduell mit der letzte Strohhalm, um den Abstieg in die Bezirksliga doch noch zu vermeiden", erklärt der Mettmanner Trainer.

Aber auch für den ASV Mettmann ist diese Begegnung ein Schlüsselspiel. Verlieren die Mettmanner in Benrath, wird es schwer, in den letzten Partien gegen den FC Remscheid, beim TSV Meerbusch II und gegen den VSF Amern - allesamt Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt - den Abstieg noch zu vermeiden. Zumal der FC Remscheid und der TSV Meerbusch II zuletzt eine deutliche Aufwärtstendenz verzeichneten. Dabei profitiert die Zweitvertretung des TSV Meerbusch davon, dass die ebenfalls der Landesliga-Gruppe 1 zugeteilte erste Mannschaft den direkten Wiederaufstieg in die Oberliga so gut wie sicher hat und jetzt mehrere Akteure dieses Teams die Reserve verstärken. "Was sich der Verband mit dieser merkwürdigen Gruppeneinteilung gedacht hat, bleibt mir ein Rätsel", moniert Franke nicht zu Unrecht.

Der FCW-Trainer beschäftigt sich zunächst mit der Begegnung am Sonntag. "An das Hinspiel habe ich keine gute Erinnerung, denn da verloren wir trotz Überlegenheit mit 1:2. Da ist also noch eine Rechnung offen", sagt er. Die personellen Vorzeichen für das Spiel in Benrath sehen nicht unbedingt positiv aus. "Ich kann eine gute Startformation präsentieren, doch ansonsten wird die Besetzung der Bank recht übersichtlich besetzt sein. Das macht mir bei den angesagten sommerlichen Temperaturen schon Sorge", berichtet Franke. So ist Hamza Malek weiterhin verletzt, Fabian Helmes hat die mittlerweile zehnte gelbe Karte erhalten und ist damit gesperrt. Carlos Kalloch hat jetzt zwei Wochen Urlaub und Marcin Müller befindet sich noch im Urlaub. "Ich hoffe, dass er etwas früher als geplant zurückkehrt", erklärt der FCW-Trainer. Ein großes Fragezeichen steht auch hinter dem Einsatz von Vincenzo Lorefice, der erneut Probleme mit der Leiste hat. In dieser Woche verletzte sich zudem Innenverteidiger Soh Narita im Training und fällt wohl ebenfalls aus.

"Die Startformation hat trotzdem genügend Qualität, um die Punkte in Benrath zu holen. Da traue ich meiner Mannschaft einiges zu", will Franke jedoch nicht über die personellen Probleme klagen. "Wichtig ist, dass wir endlich unsere Chancen verwerten und wieder Tore schießen. Seit drei Spieltagen melden wir in diesem wichtigen Punkt Fehlanzeige." Im Angriff setzt er diesmal auf den immer stärker werdenden Samet Akarsu und auf Bajrush Azemi. "Die beiden haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sie Tore schießen können", hofft er auf die Qualitäten des neuen Angriffsduos.

(klm)