Fußball : ASV Mettmann jubelt zu früh

In der Nachspielzeit markiert der FSV Vohwinkel den Siegtreffer. Meher Siala spricht von einer unglücklichen Niederlage, der neue ASV-Coach sieht aber positive Ansätze.

ASV Mettmann – FSV Vohwinkel 1:2 (1:0). Es lief bereits die Nachspielzeit. Meher Siala rief in Richtung Schiedsrichter, dass die Partie wohl vorbei sei, da starteten die Gäste einen Angriff, kombinierten ballsicher und schlossen die Aktion mit dem Treffer zum 2:1-Endstand ab. Noch ein Gegenangriff, danach pfiff der Unparteiische die Begegnung ab. Der Mettmanner Coach konnte es nicht fassen. „Das war eine mehr als unglückliche Niederlage. Wir haben die favorisierten Vohwinkler über weite Strecken gut in Schach gehalten. Meinen Jungs will ich keinen Vorwurf machen, denn sie haben vor allem im ersten Durchgang eine gute Vorstellung geboten.“ Die Zuschauer, die im peitschenden Regen tapfer durchhielten und sich bereits mit einem leistungsgerechten Remis abgefunden hatten, gingen enttäuscht nach Hause. Ihnen war klar, dass durch diese vermeidbare Niederlage der ASV nicht näher an die Spitzengruppe der Bezirksliga heranrückt. Der neue ASV-Trainer war angesichts der Niederlage zwar enttäuscht, blickte aber direkt nach vorn. „Auf diese Leistung lässt sich aufbauen“, betont er.

Schon vor dem Anpfiff rechnete ASV Geschäftsführer Klaus Remus mit einer spannenden Partie. „Das wird heute ein heißer Tanz. Für beide Mannschaften geht es um etwas.“ Die Teams zeigten großen Respekt voreinander. Das Geschehen spielte sich in der ersten Viertelstunde überwiegend zwischen den Strafräumen ab. Nach und nach übernahm der ASV die Initiative und setzte die Gäste-Abwehr unter Druck. Vor allem Ardian Duraku war bemüht, im Mittelfeld für Ordnung zu sorgen und seine Angriffsspitzen in Position zu bringen. Zudem prüfte er mit Fernschüssen den Vohwinkler Torwart. Nach einer von Demirkol als Flanke gedachten Aktion touchierte der Ball den Querbalken – die erste Möglichkeit der Mettmanner (20.). Kurz darauf scheiterte Duraku mit einem Freistoß aus 22 Metern knapp. Der bis dahin schönste Angriff des ASV war eine Ballstafette über drei Stationen, die Feyzullah Demirkol mit einem unhaltbaren Schuss aus 17 Metern in den FSV-Kasten krönte (31.). Die Gastgeber blieben offensiv, hatten aber auch Glück, dass die Vohwinkler kurz vor der Pause zwei gute Möglichkeiten ausließen.

Die Gäste drängten nach dem Seitenwechsle vehement auf den Ausgleich. Der ASV stand tief in der eigenen Hälfte und kam zunächst gar nicht mehr zu Entlastungsangriffen. Als ein Vohwinkeler Frei­stoß Richtung Strafraum flog, nutzte ein Wuppertaler die Verwirrung in der ASV-Abwehr zum 1:1-Ausgleich (54.). In den letzten 25 Minuten sahen die Zuschauer ein verteiltes Spiel, bis dann in der Nachspielzeit der Siegtreffer für die Gäste fiel.

ASV Mettmann: Becker – Sahin, Karanfilovski, Mo. Siala, Tahiraj, Mikeli (72. Omayrat), Duraku, El Makadmi (55. Glttenberg), Schulte, Schuh (75. Akarsu), Demirkol (66. Assakour).

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