ASV Mettmann durchlebt ungemütliche Zeiten

Fußball : ASV Mettmann durchlebt ungemütliche Zeiten

Der Fußball-Bezirksligist legt nach den personellen Turbulenzen seine Aufstiegsambitionen ad acta und setzt auf Konsolidierung.

ASV Mettmann – Britannia Solingen. Die letzten beiden Wochen waren für den Bezirksligisten ASV Mettmann nicht einfach. Die Trainerwechsel und die Neubesetzung der Position des Sportlichen Leiters haben ihre Spuren hinterlassen. Zudem gab es zwei Niederlagen in Folge, die die ASV-Fußballer in der Tabelle zurückwarfen. Von den großen Ambitionen, die vor Saisonbeginn rund um das Sportzentrum Auf dem Pfennig vom Vorstand verbreitet wurden, ist nichts mehr zu hören.

„Wir sollten den Realitäten ins Auge sehen und das Wort Aufstieg nicht mehr in den Mund nehmen. Dieser Zug ist ohne uns abgefahren“, sagt Musa Ibis. Der Hauptsponsor gibt zu, in den letzten Wochen aus beruflichen und privaten Gründen (Umzug) viel unterwegs gewesen zu sein und dass er daher nicht nah bei der Mannschaft und beim Vorstand war. „Von den einschneidenden personellen Veränderungen erfuhr ich mehr am Rande und bilde mir dazu meine eigene Meinung. Demnächst werde ich mich wieder mehr in die Geschehnisse rund um den ASV einschalten“, kündigt er an.

Trotz des bisher enttäuschenden Abschneidens erklärt Ibis, dass er den ASV Mettmann weiterhin in bewährter Weise finanziell unterstützt. „An diesem Verein, für den ich selbst gespielt habe und dessen Vorsitzender ich war, hängt mein Herz und ich werde alles dafür tun, um den Klub wieder in die Erfolgsspur zu bringen.“ Ibis ist der Auffassung, dass der ASV versuchen sollte, bis zur Winterpause in der Tabelle einige Plätze nach oben zu klettern. Im neuen Jahr sollten dann rechtzeitig die Weichen für die nächste Saison gestellt werden. „Trainer Meher Siala, den ich gut kenne, traue ich zu, dass er eine gute Basisarbeit leisten wird, um eine erfolgreiche Neuausrichtung vorzunehmen. Er genießt dafür mein volles Vertrauen“, sagt Ibis.

Meher Siala hat die beiden zuletzt verlorenen Spiele so gut wie abgehakt. „Die knappe 1:2-Niederlage gegen einen der Aufstiegsfavoriten, den FSV Vohwinkel, war unglücklich, dagegen hat mich der leblose Auftritt bei der U 23 der SSVg Velbert sehr gewurmt“, erklärt er. Der ASV-Coach nahm aber beim Training keine große Nachbetrachtung des schwachen Auftritts in Velbert vor, sondern richtete den Blick nach vorn. „Ich gehe einfach davon aus, dass die Spieler selbst wissen, dass ohne Lauf- und Kampfbereitschaft in der Bezirksliga keine Partie zu gewinnen ist. Daher halte ich es für wenig zielführend, noch den Finger in die Wunde zu legen. Da werden die vielen jungen Fußballer im Aufgebot eher weiter verunsichert“, gibt sich Siala als Psychologe. Er merkt fast nebenbei an, dass er die Zusammenstellung des Kaders nicht als ganz glücklich empfindet, schiebt aber nach, dass das keine direkte Kritik an seinem Vorgänger und am ehemaligen Sportlichen Leiter bedeuten soll.

Auch der ASV-Coach ist der Meinung, dass das Ziel sein muss, bis zur Winterpause noch fleißig Punkte zu sammeln. Im Gegensatz zur Vorwoche steht am Sonntag (15 Uhr, Auf dem Pfennig) Spielmacher Ardian Duraku wieder zur Verfügung. Verzichten muss der Trainer jedoch auf Urlauber Feyzullah Demirkol. „Wir werden den Aufsteiger Solingen sicherlich nicht unterschätzen. Aber wenn wir unser Leistungspotenzial abrufen, dann sehe ich die Aufgabe als lösbar an und die Punkte bleiben in Mettmann“, gibt sich Siala optimistisch.