Angeschlagener ASV Mettmann verliert beim SC Reusrath

Fußball : ASV Mettmann sieht in Reusrath kein Land

Der personell gebeutelte Fußball-Bezirksligist verliert deutlich beim Tabellenführer, weil er Luca Piatkowski zu viel Raum lässt.

Was vor dem Anpfiff aufgrund der dünnen Personaldecke bereits zu befürchten war, ist eingetreten. Der ASV Mettmann kassierte beim Spitzenreiter SC Reusrath eine 0:3-Niederlage. „Wir sind mit dem wirklich letzten Aufgebot angetreten. Einige meiner Spieler gingen mit Wehwehchen in die Begegnung, da war es natürlich schwer, aus Reusrath etwas mitzunehmen“, erklärte Maik Franke. Der ASV-Trainer machte aber deutlich, dass der klare Sieg der Gastgeber nicht den eigentlichen Spielverlauf widerspiegelt. „Der Sieg des Tabellenführers geht in Ordnung, doch die Reusrather hätten statt mit 3:0 nur mit 1:0 gewinnen dürfen. Es war eine ganz schwache Bezirksliga-Begegnung – fast ohne spielerisches Niveau. Sie fand hauptsächlich zwischen den Strafräumen statt“, ergänzte Franke seine Analyse.

Schon die taktische Ausrichtung der Mettmanner deutete an, dass sie die Partie ohne größeren Schaden überstehen wollten. „Wir waren mit einem 4:1:4:1-System extrem defensiv ausgerichtet, was eigentlich gar nicht zu uns passt. Ich musste aber aus dem kleinen Kader das Beste machen“, erläuterte Franke. Den ASV-Fußballern kam zugute, dass den Reusrathern wenig einfiel, um den Abwehrriegel der Gäste zu knacken. So plätscherte die Begegnung im ersten Durchgang ohne packende Strafraumszenen vor sich hin. Ein Treffer fiel aber trotzdem, denn nach 34 Minuten wagte Luca Piatkowski aus der Distanz einen eher harmlosen Schuss, doch der Ball kullerte neben dem auf dem „falschen Fuß“ stehenden ASV-Keeper Julian Gaszak vorbei zum 1:0 über die Linie.

In der Halbzeitpause stellte der Mettmanner Coach auf eine offensivere Ausrichtung um. „Wir wollten das Spiel unbedingt drehen und rechneten uns etwas aus, da die Reusrather offensichtlich auch nicht ihren besten Tag erwischten“, sagte Franke. Den Mettmannern gelangen einige gute Angriffsaktionen, doch es fehlte ihnen an der notwendigen Durchschlagskraft im SCR-Strafraum. Ali Assakur und Julius Glittenberg waren die einzigen Mettmanner, die eine halbwegs gute Möglichkeit besaßen. Die Gastgeber hatten dagegen mit Luca Piatkowski einen treffsicheren Offensivspieler in ihren Reihen, der zunächst nach Vorarbeit von Pascal Hinrichts (71.) und fünf Minuten später mit seinem dritten Tor in diesem Spiel den ASV fast im Alleingang besiegte.

„Zumindest kämpferisch überzeugte meine Mannschaft nach dem Seitenwechsel“, zog Franke trotz der klaren Niederlage noch ein etwas positives Fazit. Der Coach hofft, dass sich nach dem spielfreien Karnevalswochenende die personelle Lage zumindest etwas entspannt und er in der nächsten Begegnung wieder mehr Alternativen besitzt. „Dann wird zumindest Hristjan Karanfilovski nach seiner Sperre wieder zur Verfügung stehen – er hat uns im Abwehrzentrum sehr gefehlt.“ Auch Kapitän Bünyamin Dogan hat nach seiner langen Verletzungspause wieder mit dem Training angefangen.

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