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Andrei Grachev liefert in der NRW-Liga bei Mettmann-Sport Topleistungen

Porträt Andrei Grachev : „Hier macht es einfach Spaß zu spielen“

Der 43-jährige Andrei Grachev war in Russland Tischtennis-Profi, doch beim NRW-Ligisten Mettmann-Sport erlebt er echten Mannschaftsgeist. „Ich bin nur ein Teil des Teams“, betont der Zelluloid-Künstler, dessen Ehefrau ebenfalls eine Top-Spielerin ist.

Seit knapp vier Jahren spielt Andrei Grachev für den Tischtennis-NRW-Ligisten Mettmann-Sport. Eng verbunden sind mit dem Spitzenspieler die Erfolge des Klubs in den vergangenen Jahren. Grachev gehörte im oberen Paarkreuz sowohl in der Verbandsliga als auch nach dem Aufstieg 2017 in die NRW-Liga immer zu den Akteuren, die die beste Saisonbilanz der gesamten Spielklasse aufweisen konnten.

Auch in der laufenden Saison hat Grachev mit seiner Leistungsstärke erheblich dazu beigetragen, dass die Mettmanner derzeit den dritten Tabellenplatz einnehmen. „Ich bin nur ein Teil des gesamten Teams. An dem derzeit guten Abschneiden haben meine ehrgeizigen Mitspieler genauso Anteil wie ich. Nur als komplette Mannschaft sind wir stark“, lehnt es der sympathische 43-Jährige ab, den Erfolg des Tischtennis-Teams von ME-Sport auf seine Person zu fokussieren. Für den gebürtigen Russen ist der Mannschaftsgeist des Teams ganz wichtig. „Ich muss mich in einer Truppe wohlfühlen, um meine beste Leistung abrufen zu können. Bei ME-Sport macht es einfach Spaß, Tischtennis zu spielen. Da herrscht eine tolle Kameradschaft, und untereinander verstehen wir uns nicht nur an der Tischtennisplatte, sondern auch außerhalb sehr gut“, betont Grachev. Er habe den Wechsel nach Mettmann und damit in eine tiefere Spielklasse nicht eine Sekunde lang bereut, fügt er hinzu.

Dabei hat der Zelluloid-Künstler in der Vergangenheit schon auf deutlich höherem Niveau sein Können unter Beweis gestellt. In Russland sowie später in der Schweiz spielte er viele Jahre als Profi in der ersten Liga und sammelte einige Titel im Einzel und Doppel. „Ich habe in Russland längere Zeit für den Erstliga-Klub Kaliningrad gespielt und gehörte auch mehrfach zum National-Team der Russen“, berichtet Grachev, der früher zu den Top 100 der Weltrangliste gehörte. Auch für die Mannschaft von Jekaterinburg war er im Einsatz. „Das war aber vor deren großer Zeit. Derzeit gehört Jekaterinburg zu den besten Teams der Welt und ist in der Champions League einer der größten Widersacher des deutschen Rekordmeisters Borussia Düsseldorf“, betont Grachev. Apropos Borussia: Im großen Leistungszentrum des Bundesligisten in Düsseldorf Am Staufenplatz trainiert regelmäßig Grachevs Ehefrau: Svetlana Ganina spielt für den bayerischen Frauen-Bundesligisten DJK Kolbermoor und reist von Mettmann aus zu den Bundesligaspielen an. Svetlana Ganina spielte vielfach für die russische Nationalmannschaft und war 2007 Doppel-Europameisterin. Zudem holte sie sowohl im Einzel, Doppel und in der Mannschaft viele Titel in Russland und Deutschland.

Andrei Grachev, der als Industrie-Mechaniker bei einem Ratinger Unternehmen tätig ist,. fühlt sich in Mettmann sehr wohl. „Früher habe ich zumeist in Großstädten gewohnt. In Mettmann genieße ich die etwas ländliche Ruhe. Hier kann ich wirklich bei Spaziergängen oder Radtouren gut abschalten. Aufgrund der zentralen Lage bin ich aber auch schnell in den größeren Städten im Umkreis“, betont er.

Andrei Grachev ist zwar weiterhin als Tischtennisspieler sehr ehrgeizig, meint aber, dass die NRW-Liga genau die richtige Spielklasse für seinen Klub sei. „Es ist doch schöner, des Öfteren in dieser Liga zu gewinnen, als in noch höheren Spielklassen nur um den Klassenerhalt zu kämpfen und oft Niederlagen zu kassieren.“ Zudem werde es auch in der NRW-Liga immer schwerer, da diese Leistungsklasse kontinuierlich reduziert und daher das Niveau immer mehr angehoben werde. „Da müssen wir schon tüchtig kämpfen, um den Klassenerhalt auch in Zukunft zu sichern.“ In diesem Zusammenhang lobt er erneut sein Mettmanner Team. „Es ist schon großartig, wie die Jungs Woche für Woche an der Platte kämpfen. Das ist Mannschaftsgeist, wie ich ihn eher selten in meiner langen Laufbahn erlebt habe.“