Handball: Adler-Zweite beweist ihren Kampfgeist

Handball: Adler-Zweite beweist ihren Kampfgeist

Die Haaner Handballerinnen kompensieren das enorme Verletzungspech der Mannschaft mit Aushilfen aus anderen Teams. Im Verbandsliga-Duell gegen die SG Überruhr behalten sie deshalb mit 32:30 knapp die Oberhand.

Trotz einer großen Verletztenmisere und dem damit verbundenen Ausfall wichtiger Handballerinnen gelang es der Zweitvertretung der HSG Adler Haan in der Verbandsliga-Gruppe 2 gegen die SG Überruhr II einen knappen 32:30-Erfolg zu landen. "Das war für uns ein ganz wichtiger Sieg. Wenn wir noch sechs Punkte holen, müsste das für den Klassenerhalt reichen", betont Marek Walkiewicz. Der Haaner Coach lobte vor allem die Zusammenarbeit innerhalb der Handballspielgemeinschaft. "Sowohl aus der ersten Mannschaft als auch aus anderen Teams stellten sich mehrere Spielerinnen zur Verfügung. Das zeigt, dass bei der HSG Adler alle an einen Strang ziehen."

In der Gruppe 1 der Verbandsliga fiel die Begegnung der ersten Mannschaft gegen den TV Issum aus. Der Kontrahent sagte zwei Stunden vor der Anwurfzeit ab, weil er wegen Krankheit und Verletzungen keine Mannschaft stellen konnte. Des einen Freud ist des anderen Leid: So konnte Walkiewicz auch auf Corinna Hoppe und Josefine Weller sowie Torfrau Silja Kasper zurückgreifen, die allesamt im Kader der Ersten stehen, aber auch für die Zweite auflaufen dürfen. Corinna Hoppe erzielte sechs Treffer und war daher eine wichtige Stütze für die zweite Mannschaft. Denn Trainer Walkiewicz hatte arge Personalnot - aus seinem Kader standen lediglich sechs Spielerinnen zur Verfügung. Unter anderem fiel Torjägerin Nina Orth verletzt aus.

Die Zuschauer sahen eine sehr ausgeglichene Begegnung. Beide Teams wollten sich unbedingt die zwei Punkte sichern. Über ein 3:3, 6:6 und 9:9 gestaltete sich die Partie bis zur 18. Minute offen. Dann mussten die Haanerinnen aufpassen, das Spiel nicht aus der Hand zu geben. Überruhr setzte sich innerhalb von drei Minuten auf 13:9 ab. Es gelang den Gastgeberinnen, den Schalter wieder umzulegen. Das Adler Team kämpfte sich nach dem 13:17 (28.) bis zur Pause auf 16:17 heran.

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Auch im zweiten Durchgang verlief das Spiel sehr spannend und ausgeglichen. Nach einer Auszeit durch Marek Walkiewicz setzten sich die Haanerinnen auf 23:21 (45.) ab. Diesen Zwei-Tore-Vorsprung gaben die Adler bis zum Schlusspfiff nicht mehr ab. Richtig spannend wurde es, als Überruhr in den letzten 30 Sekunden einen Siebenmeter zugesprochen bekam und damit die Chance besaß, zumindest noch einen Punkt aus Haan mitzunehmen. Die überzeugend spielende Torhüterin Silja Kasper hielt diesen Strafwurf und sicherte damit den 32:30Sieg.

Die nun bevorstehende Karnevalspause kommt der Haaner Zweitvertretung gelegen. "Ich hoffe, dass bis zum Spiel am 19. Februar gegen die HSG Solingen die eine oder andere verletzte Spielerin wieder in den Kader zurückkehrt", sagt Adler-Sprecherin Nina Orth.

HSG Adler: Bongers, Kasper - Hoppe (6), Walkiewicz (10), Guggenmos (7/4), Schwartz (1), Bolz (3), Kammerer, Tarentino, Weller, Übejwolk (4), Czapla (1).

(klm)
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